Fisch erneut aufwärmen – darf man das & was beachten? Aufklärung

Fisch erneut aufwärmen - darf man das & was beachten

Geht es um die Haltbarkeit von Fisch scheiden sich die Geister. Denn das Meerestier ist durch seinen hohen Wasser- und Proteingehalt quasi dazu verdammt, schneller zu verderben. Doch wie sieht es mit bereits gekochten Fischgerichten aus? Bis heute ist die Aussage im Umlauf, dass auch Gerichte nicht aufgewärmt und beispielsweise am nächsten Tag erneut verzehrt werden dürfen.

Diese Aussagen haben eine Grundlage, denn früher, wäre die Chance auf eine Lebensmittelvergiftung tatsächlich hoch gewesen. Doch wir reden hier von einer Zeit, in welcher Kühlschränke noch nicht existent waren oder nicht so funktionierten, wie sie es heute tun. Heutzutage sieht das ganze natürlich anders aus. Die Frage lautet nicht mehr, ob man Fisch denn aufwärmen könne, sondern wie muss der Fisch gelagert werden, um problemlos erneut verzehrt werden zu dürfen?

Die richtige Lagerung macht es aus

Ein saftiges Lachsfilet, Sardellen oder auch einfache Fischstäbchen – bleibt etwas vom Abendessen übrig, stellen sich Fragen auf. Immerhin gehört Fisch zu den bekanntlich schnell verderblichen Lebensmitteln. Durch den Kochvorgang wird das Verderben zwar gehemmt, aber nicht gestoppt. Würden Sie Ihr Fischfilet im Gemüsebett am Küchentresen liegen lassen und am nächsten Tag erwärmen wollen, wäre dies fatal. Bei Zimmertemperaturen vermehren sich die Keime bekanntlich schneller. Der Fisch ist am nächsten Tag ungenießbar, denn die Keime haben sich durch seine ernährungsphysiologische Zusammensetzung bereits ausgebreitet und das Fleisch verdorben. Das hätten Sie verhindern können.

So machen Sie Fischgerichte auch für den nächsten Tag haltbar

Wollen Sie die Reste Ihres Fischgerichts auch am nächsten Tag verspeisen, müssen Sie sich um die richtige Lagerung kümmern. Dieser Vorgang beginnt bereits beim Abkühlen. Lassen Sie den Fisch bei Zimmertemperatur und ohne Abdeckung abkühlen. Behalten Sie einen Deckel am Topf bildet sich Kondenswasser. Dieses bildet in Verbindung mit der Restwärme einen einmaligen Nährboden für Keime. Stattdessen warten Sie einfach, bis die Speise abgekühlt ist. Dies ist einerseits für die Haltbarkeit und andererseits für die Funktionalität Ihrer Kühlschrank maßgeblich.

Ist der Fisch abgekühlt, kann er entweder im selben Behälter, diesmal mit Deckel, oder umgefüllt in Mikrowellengeschirr in den Kühlschrank gestellt werden. Wichtig ist es nur, dass das Gericht nicht ohne Abdeckung gelagert wird. In diesem Fall macht es sich attraktiv für weitere Keime in Ihrem Kühlschrank. Darüber hinaus verbreitet sich auch ein Geruch, welcher auf andere Lebensmittel übertragen werden kann. Eventuell eignet sich ein Teller, welcher mit Frischhaltefolie abgedeckt wird.

So wärmen Sie den Fisch auf

Wollen Sie den Fisch vom Vortag verspeisen, stehen Ihnen allerhand Optionen zur Verfügung, um ihn wieder aufzuwärmen. Ob Mikrowelle, Herd oder Ofen spielt für die Gesundheit keine erhebliche Rolle. Wärmen Sie das Gericht einfach so auf, wie es Ihnen am besten passt. Bei panierten oder gebratenen Speisen rentiert sich das Aufwärmen in der Pfanne – das ist aber eine Angelegenheit des Geschmacks und ändert nichts an der Qualität.

Vertrauen Sie Ihren Sinnen

Trotzdem Fisch grundsätzlich wieder erwärmt werden kann, vertrauen Sie schlussendlich auch Ihren Sinnen. Nehmen Sie einen unangenehmen Geruch wahr oder hat sich der Geschmack erheblich verändert, ist es sicherer, das Essen wegzuschmeißen. Alles in einem ist die Angelegenheit rund um das Erwärmen von Fischgerichten nur eine Sache von richtiger Lagerung und ein wenig Gefühl.

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