Fiskus in VWL leicht erklärt + Beispiel

Staatliche Einrichtungen, die für die Einnahme von Steuern oder Zöllen zuständig sind nennt man Fiskus, auch der Staat als Wirtschaftssubjekt selbst wird dazugezählt. Fiskus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Geldkorb“ oder „Eigentum“, früher wurde sie als Begriff für die kaiserliche Sonderkasse und den Staat als finanzwirtschaftlichen Hoheitsträger verwendet.
Heute ist der Begriff wegen des Rechtsstaatsprinzips nicht mehr notwendig, der Staat der Bundesrepublik Deutschland ist ein privatrechtlich handelnder Hoheitsträger, was den Fiskus miteinschließt, der demnach auch vor dem Zivilgericht verklagt werden kann.

Die Fiskalunion

2013 wurde die Fiskalunion in der EU mit dem Fiskalpakt beschlossen, Grund für die Gründung war die Finanzkrise 2011. Nach den Richtlinien des Vertrages von Maastricht und Der EU-Konvergenzkriterien kann in den teilnehmenden Ländern durch die Fiskalunion in die Marktwirtschaft eingegriffen werden.
Im Falle der EU wird die Fiskalpolitik so betrieben, dass nach einer einjährigen Beobachtung eines Staates durch Änderungen von Steuern und Staatsausgaben in die Wirtschaftspolitik eingegriffen wird. So sollen Konjunkturschwankungen ausgeglichen werden und der Rückgang der Wirtschaftskraft in einem Land vermindert werden.

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