Fluktuation in VWL leicht erklärt + Beispiel

Unter Fluktuation versteht man die ständige Veränderung eines Zustandes. In der Arbeitswelt bedeutet das, dass die Belegschaft eines Betriebs ständig durch Abgänge und neu aufgenommene Mitarbeiter verändert wird.

Gründe für eine Fluktuation

Ist die Fluktuation hoch, so verändert sich die Belegschaft ständig und es gibt öfters Abgänge, die dann durch Neuaufnahmen ersetzt werden müssen. Bei einer niedrigen Schwankung hingegen verändert sich der Mitarbeiterstamm eines Unternehmens kaum und es gibt nur einzelne kleinere Veränderungen.
Ob es nun große Veränderungen innerhalb des Personals gibt oder nicht, hängt stark von der Situation am Arbeitsmarkt und der des Unternehmens selbst ab. Laut Studien sind Menschen viel weniger bereit ihren Arbeitsplatz zu wechseln, wenn sie sich dort wohlfühlen und das Arbeitsklima und der Umgang mit den anderen Arbeitern passt. Weiters beeinflusst die Art der auszuführenden Arbeit die Zufriedenheit der Belegschaft. Die Anforderungen sollten nicht zu hoch sein, aber doch fordernd, damit keine Langeweile aufkommt und man Spaß an der Arbeit hat. Natürlich sind auch das Gehalt und die Arbeitszeit große Faktoren, die das Personal eher zum Bleiben in einem Betrieb für längere Zeit bewegen.
Zu kleineren Veränderungen in den Belegschaften führt auch eine eher schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt, denn dann ist es eher unwahrscheinlich, dass der feste Arbeitsplatz verlassen wird, weil auch gar nicht so große Möglichkeiten für einen Wechsel bestehen. Heutzutage ist die Fluktuation jedoch allgemein etwas höher, weil es nicht mehr üblich ist, dass man sein Leben lang in einem Betrieb bleibt. Es ist einfach alles viel schnelllebiger und die Anforderungen sind angestiegen.

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Folgen einer hohen Fluktuation

Für Unternehmen bedeuten große Schwankungen in der Belegschaft enorme ökonomische Auswirkungen, denn ausscheidende Mitarbeiter nehmen viel Wissen in den neuen Betrieb mit, wodurch sich für diesen ein Vorteil ergeben könnte. Um dies zu verhindern wird Wissen oft auf mehrere Arbeiter aufgeteilt, was auch das Einlernen neuer Mitarbeiter um einiges erleichtert.
Viele Arbeitgeber streben trotzdem eine eher hohe Fluktuation an, da langjährige Mitarbeiter aufgrund ihres großen Wissens eine bessere Verhandlungsbasis in Gehaltsfragen haben. Wird also vermieden, dass einzelne Personen lange für das Unternehmen arbeiten, können die Personalkosten verringert werden.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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