Fortsetzungsgeschichte schreiben – Aufbau, Beispiele & Tipps

Um eine Fortsetzungsgeschichte verfassen zu können, wird ein vorgegebener Anfang einer Geschichte benötigt, welchen der Autor nun frei und ungebunden weitererzählen kann. Dabei ist es wichtig, dass der Verfasser genau auf den zuvor verwendeten Schreibstil achtet, sodass seine Erzählung nahtlos anschließen und den Anfang schlüssig weiterführen kann. Ebenso gibt der Anfang die Zeitform und die Erzählperspektive vor.

Zuvor sollte man sich erst einmal überlegen, was der Autor des Anfangs mit seinem Text ausdrücken wollte, damit die Weiterführung sinnvoll formuliert und insgesamt eine in sich stimmige Geschichte erzählt werden kann. Außerdem ist es ratsam, sich vorab einen möglichen Handlungsablauf und einen spannenden Höhepunkt zu überlegen – so ist sichergestellt, dass die Fortsetzungsgeschichte für den Leser unterhaltsam und fesselnd ist.

Folgender Anfang könnte sich für eine Fortsetzungsgeschichte eignen:

Rita wollte nach der Schule nicht direkt mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Es war so schönes Wetter und die Hausaufgaben konnten schließlich auch am Abend erledigt werden. Ihre Mutti war sicherlich nicht glücklich, wenn sie nicht nach Hause kam.

Daraus könnte folgende Fortsetzungsgeschichte formuliert werden:

Rita wollte nach der Schule nicht direkt mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Es war so schönes Wetter und die Hausaufgaben konnten schließlich auch am Abend erledigt werden. Ihre Mutti war sicherlich nicht glücklich, wenn sie nicht nach Hause kam.
Vielleicht war es klüger zuvor ihrer Mutter Bescheid zu geben, damit sie sich nicht unnötig Sorgen machte. Sicher hatte sie nichts dagegen, wenn Rita für eine Stunde hinunter zum Bach ging, um mit den Nachbarskindern zu spielen.
Also fuhr Rita geschwind nach Hause, um dort im Garten ihre Mutter vorzufinden. Sie lag in einem Liegestuhl und las ein Buch.
„Mammmii?“
„Ja, Rita, mein Liebes?“
„Hast du etwas dagegen, wenn ich hinunter zum Bach fahre? Es ist doch so schönes Wetter!“
Ihre Mutter setze sich auf und hob die Sonnenbrille an.
„Hast du denn gar keine Hausaufgaben auf?“
„Nur ein wenig“, sagte Rita und sah dabei zu Boden.
„Hmm…wie wäre es, wenn wir zusammen erst deine Aufgaben erledigen und danach ins Freibad fahren?“
Rita freute sich riesig und sprintete direkt los auf die Terrasse, um gleich ihre Bücher auszupacken. So gerne hatte sie noch nie ihre Hausaufgaben erledigt. Mit der Hilfe ihrer Mutter war sie in nur einer halben Stunde mit allen Aufgaben fertig und konnte schon die Tasche mit den Badesachen packen. Sie war sich sicher, dass dies einer der schönsten Sommertage seit langem werden sollte.

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