Friedrich de la Motte Fouqué – Biografie & Inhaltsangaben

Friedrich de la Motte-Fouqué (um 1815)
Friedrich de la Motte-Fouqué (um 1815)

Friedrich Baron de la Motte Fouqué geboren 12. 02. 1777 in Brandenburg/Havel, gestorben 23. 01. 1843 in Berlin, Spross eines alten hugenottischen Adelsgeschlechtes. Seine Jugend verbrachte er zunächst ab 1781 in Sacrow bei Potsdam und ab 1788 auf dem Rittergut Lenzke bei Fehrbellin. Machte zunächst eine militärische Karriere und lebte auf dem Gut seiner Frau Karoline von Briest, ihrerseits eine bekannte Erzählerin.

Er war Mitglied des Nordsternbundes und der christlich-deutschen-Tischgesellschaft. Nachdem er an zahlreichen Schlachten teilgenommen hatte, nahm er auf dringndes Anraten seines Arztes seinen Abschied. Ab 1831 hielt es Privatvorlesungen über Geschichte der Zeit und Poesie an der Universität von Halle. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1832 erneut eine Erzählerin: Albertine Tode.
1840 beruft ihn Friedrich Wilhelm IV nach Berlin, wo er mit L. v. Alvensleben Herausgeber der „Zeitung für den Adel“ (1840-1842) wird. Vor allem machte er sich einen Namen als romantischer Erzähler (z. B. Ritterromanen), als Lyriker (Dramatische Dichtungen für Deutsche 1811, geistliche Gedichte) und Dramatiker (z. B. Undine 1811).

Bereits 1795 machte der Autor Bekanntschaft mit Heinrich von Kleist. Durch seine Werke und deren Stoffe kam es zur Zusammenarbeit mit E.T.A. Hoffmann 1816 und Albert Lortzing, 1845.

Als Erneuerer des altdeutschen Kulturgutes verherrlichte er in romantisch-heroischer Art das germanische Altertum; entwertete seine Arbeiten aber durch Vielschreiberei in Trivialisierung. Dichterische erreichte er nur in seinen naturphilosophischen Kunstmärchen(z. B. Undine).

In der Neuzeit erlebten seine Werke durch Vertonungen von W. Fortner (1966) und als Ballett von Hans Werner Henze.

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