Geld auf Nummer sicher anlegen oder lieber bisschen zocken?

Vielen Studenten stellt sich die Frage nach Möglichkeiten der Geldanlage nicht. BAföG, Unterstützung durch die Eltern und der 450-Euro-Job reichen gerade für die laufenden monatlichen Ausgaben. Dies gilt vor allem dann, wenn der Studienort nicht mehr der Heimatort ist, und Mietkosten entstehen. Wer das Glück hat und in Greifswald studiert, profitiert allerdings von deutlich günstigeren Mieten als ein Student in Frankfurt oder München. Dennoch bleibt die Frage, wie Studenten, wenn sie denn können, Geld anlegen sollten.

Tagesgeld – die eiserne Reserve

Als Erstes steht ein Tagesgeldkonto zur Diskussion. An Rendite bringt es nicht wirklich viel, ist aber für die eiserne Reserve oder den Notgroschen die beste Lösung. Im Gegensatz zum Sparbuch sind Gelder ohne Vorschusszinsen täglich verfügbar, der Kontoinhaber kann also auch bei einem Notfall sofort auf sein Erspartes zugreifen. Wer Geld über einen etwas längeren Zeitraum anlegen möchte, kann im Rahmen eines Bausparvertrages als Student mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch von der Bausparförderung profitieren. Für den ersten Vertrag entfällt der Zwang der wohnwirtschaftlichen Verwendung. Aber auch mit Bausparverträgen lässt sich im Hinblick auf die Rendite zurzeit kein Staat machen. Die Bausparkassen ächzen unter der Last der Altverträge, welche noch mit Guthabenzinsen ausgestattet sind, die durch die Hypothekenvergabe aktuell nicht zu kompensieren sind.

Wie steht es mit der Börse?

Für die meisten Studenten gilt, sofern sie nicht Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaft studieren, dass sie weder in der Schule noch an der Uni Informationen zum Thema Geld anlegen erhalten und erhalten haben. Hier wären eigentlich die Kultusminister gefordert, in den Abschlussklassen der jeweiligen Schularten einen entsprechenden Unterricht anzubieten. Über eine der wichtigsten Sachen im täglichen Leben, Geld und Geld anlegen, lernt an einer deutschen Schule niemand etwas. Kein Wunder also, dass die meisten Studenten den Börsen eher skeptisch gegenüberstehen. Dabei muss nicht gleich die Rede von Hebelgeschäften oder Derivaten sein. Es beginnt schon mit einem einfachen Fondssparplan, der über Jahre hinweg die Vorteile einer Aktienanlage bietet und dennoch völlig unkompliziert zu handhaben ist. Die Frage, welche Anlagemöglichkeiten es heutzutage für Studenten gibt, ist leicht beantwortet: alle. Bevor ein Einstieg an der Börse erfolgt, ist allerdings die Eröffnung eines Wertpapierdepots notwendig. Der Weg zur Bank um die Ecke ist dabei nur die zweitbeste Lösung, da es hinsichtlich der Gebühren bei Wertpapieranlagen deutliche Unterschiede gibt. Jeder Euro, der an Gebühren gespart werden kann, kann dagegen wieder angelegt werden – entsprechende Vergleiche im Internet zeigen die massiven Abweichungen. Direktbanken sind eindeutig die besten Ansprechpartner für das erste Depot.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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