Geringwertige Wirtschaftsgüter in ReWe leicht erklärt

Grundlagen der geringwertigen Wirtschaftsgüter

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) gelten als Sonderfall des Anlagevermögens. Denn im Gegensatz zu anderen Anlagegütern gelten Vermögensgegenstände bis zu einer Höhe von 410€ als „geringwertig“ und können daher in voller Höhe beim Erwerb abgeschrieben werden. Somit handelt es sich um eine Vereinfachungsregel, die Unternehmern die Abschreibung für Kleingeräte erleichtert. Als geringwertig stuft § 6 Abs. 2 EStG Waren bis zu einem Nettowert von 410€ ein, die zudem abnutzbar, beweglich und einer selbstständigen Nutzung unterliegen. Als Alternative kann bis zu einer Grenze von 1.000€ der GWG-sammelposten mit einer Poolabschreibung von einer Dauer von 5 Jahren angewandt werden.

Ein Beispiel soll das Prinzip der geringwertigen Wirtschaftsgüter verdeutlichen:
In Einem Geschäftsjahr werden folgende GWG erworben:

  • ein Büroschrank für 300€
  • ein Drucker für 400€
  • ein Bürostuhl für 150€

Demnach erfolgt die Abschreibung auf GWG in Höhe von 850€.

Alternative Möglichkeiten zur Abschreibung der GWG

Nach § 6 Abs. 2a EStG bietet das Steuerrecht eine alternative Methode zur 410 €-Regelung. Diese sieht vor, dass GWG bis zu 150€ im Zugangsjahr vollständig abzuschreiben oder GWG bis 1.000€ in einem Sammelposten / Sammelpool zu erfassen und über die nächsten 5 Jahre mit einer jährlichen linearen Abschreibung von 20% abzuschreiben sind. Diese Regelung kann im Regelfall auf Grund des Wesentlichkeitsaspekts für die Handelsbilanz übernommen werden.

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