Gesamtkapitalrentabilität in BWL leicht erklärt + Beispiel

Die Gesamtkapitalrentabilität ist der Prozentsatz, der von dem gesamten Kapital eines Unternehmens (eigenes und fremdes) verzinst werden kann. Je höher dieser liegt, desto wirtschaftlich vorteilhafter ist auch die Investition in das Unternehmen.

Gesamtkapitalrentabilitätsformel

(Gewinn + Zinsen aus Fremdkapital) : Gesamtkapital = Gesamtkapitalrendite

Als Gewinn kann der errechnete Jahresüberschuss genommen werden. Um die Rendite zu verbessern, muss sich entweder der Gewinn erhöhen oder das Kapital verringern.

Beispiel zur Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität

Eine Firma, die in der Immobilienbranche tätig ist, kann ein Gebäude mit einem Wer von 1 Mio. Euro vermieten. Bisher verfügt die Firma über keinerlei Fremdkapital.

Der Gewinn des Gebäudes lässt sich auf 80.00 Euro im Jahr schätzen. Damit gäbe es eine Rendite von: 80.000 Euro : 1 Mio. Euro = 8 % Gesamtkapitalrendite. Wenn das Kapital nun zur Hälfte aus fremden Mitteln bestünde, was ein Bankdarlehen mit einem 5-%-Zinssatz wäre, dann würde sich auch der Gewinn um 5 % verringern und man käme auf 55.000 Euro. Die Rendite bleibt gleich, da bei der Berechnung sowohl Gewinn als auch Fremdkapital verwendet werden, die eigene Rentabilität des Unternehmens leidet jedoch darunter.

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.
Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de
Geschäftsführer der Immocado UG (haftungsbeschränkt)

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