Geschäftsbericht in VWL leicht erklärt + Beispiel

Anteilseigner eines Unternehmens werden regelmäßig über die Vorgänge im Betrieb und über die wirtschaftliche Lage informiert. Für diesen Zweck wird ein Geschäftsbericht erstellt, der einen Bericht zur Lage und dem Jahresabschluss enthält. Außerdem ist immer auch ein Vorstandsbericht Bestandteil des Geschäftsberichts.

Kapitalgesellschaften

Für Kapitalgesellschaften besteht die Pflicht einer Bilanzerstellung, die im Detail Auskunft über die Finanzen der Gesellschaft gibt. In diese Zusammenhang wird in der Regel auch ein Geschäftsbericht erstellt.

Dieser gibt Auskunft über die derzeitige Lage des Unternehmens und über den Betrieb an sich. So werden beispielsweise genaue Angaben zu den Tätigkeiten im Betriebsalltag und zu den Kapitalflüssen gemacht.

Häufig werden in diesem Rahmen Zusatzinformationen zugänglich gemacht, die nicht zwingend erforderlich sind. Dies können zum Beispiel folgende Informationen sein:

  • Umweltbericht
  • Sozialbericht

Inhalte des Geschäftsberichts

Per Gesetz besteht eine Verpflichtung, die Anteilseigner zur wirtschaftlichen Lage der Kapitalgesellschaft zu informieren. Obwohl dies meist durch den Geschäftsbericht geschieht, gibt es zu den genauen Inhalten keine genauen gesetzlichen Vorgaben. Die Betriebe haben jedoch die Absicht, ihrer Offenlegungspflicht mit Erstellung des Geschäftsberichts nachzukommen. Aus diesem Grund haben sich Bestandteile durchgesetzt, die mittlerweile in jedem Geschäftsbericht Standard sind.

Um das Vertrauen der Anleger zu stärken und Transparenz zu gewährleisten, werden von den meisten Unternehmen viele Zusatzinformationen im Geschäftsbericht untergebracht. Mittlerweile veröffentlichen auch Unternehmen diese Art von Berichten, die gesetzlich gar nicht zur Publikation ihrer Daten verpflichtet sind.

Der sogenannte Pflichtteil besteht aus folgenden Komponenten:

  • Lagebericht
  • Jahresabschluss
  • Aufsichtsratbericht
  • Vorschläge zur Gewinnverwendung
  • Erklärung bzgl. des Corporate Governance Kodex

Die freiwilligen Angaben sind meist folgende:

  • Wirtschaftliche Lage des Unternehmens und des Geschäftszweiges
  • Persönliche Vorstandsmitteilung gegenüber den Anlegern
  • Bericht über die Forschung
  • Umweltbericht
  • Risikobericht
  • Sozialbericht
  • Zusatzangaben zum Verlauf der Geschäfte

Für wen ist der Geschäftsbericht gedacht?

Mit der Erfüllung ihrer Publikationspflicht wenden sich die Kapitalgesellschaften, vorwiegend Aktiengesellschaften, an die Anleger. Die Informationen beziehen sich auf die Wirtschaftslage und sind wichtig für die Aktionäre, neue Kapitalgeber und vor allem für die Banken. Auf Grundlage des Geschäftsberichtes entscheiden die Empfänger über zusätzliche Investments und den weiteren Werdegang ihrer bereits getätigten Investitionen. Anhand der im Bericht gelisteten Informationen wird über den Verkauf oder Verbleib von Aktien entschieden.

Weiterhin ist der Geschäftsbericht wichtig für:

  • Gesellschafter
  • Mitarbeiter
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Mitbewerber
  • Ratingagenturen
  • Medien

Vorbereitung für die Hauptversammlung

Da ein Geschäftsbericht neben den wirtschaftlichen Zahlen auch Grafiken und Vergleiche bzw. Statistiken zu den Vorjahren und Entwicklungen enthält, dient er nebenbei der Vorbereitung auf die Hauptversammlung der Aktionäre.

Zusammenfassung Geschäftsbericht

Ein Geschäftsbericht richtet sich vor allem an die Aktionäre, bzw. Anteilseigner, eines Unternehmens. In diesem Bericht wird die Lage, vor allem die wirtschaftliche Situation, des Geschäfts dargestellt. Per Gesetz sind Kapitalgesellschaften zur Publikation entsprechender Daten verpflichtet. Dieser Pflicht kommen sie mit dem Geschäftsbericht vollumfänglich nach.

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