Geschäftsmodell in BWL leicht erklärt + Beispiel

Geschäftsmodell Definition

Das Geschäftsmodell ist jenes Konzept eines Unternehmens, mit dem es Erträge erzielen will.

Das einfachste Geschäftsmodell ist der billige Einkauf oder die kostengünstige Produktion von Gütern, die anschließend zu einem höheren Preis verkauft werden. Dabei sorgt der Unterschied zwischen Ein- und Verkaufspreis für die Abdeckung der Gemeinkosten und der Erzielung eines Gewinns.

Heutzutage kennt dieses Standardgeschäftsmodell eine Vielzahl von Erweiterungen. So verkaufen Autohersteller nicht mehr nur die selbst produzierten Fahrzeuge, sondern bieten auch Finanzdienstleistungen, Leasing, Versicherungen und manchmal auch Wartungsarbeiten bzw. Reparaturen (in Zusammenarbeit mit Vertragshändlern/Wertstätten) an.

Viele Hersteller erwirtschaften ihre Gewinne nicht mit den eigentlichen Produkten, sondern mit Folgekäufen. So verdienen Druckerproduzenten mit den im Nachhinein verkauften Farbpatronen oder Kaffeeautomatenhersteller mit den dauerhaften Erlösen durch Kaffeekapseln.

Ein Spezialfall sind auch Medien, die unterschiedliche Geschäftsmodelle anwenden. Manche erzielen ihre Gewinne über den klassischen Zeitungs- und Anzeigenverkauf, andere bieten ihr Produkt gratis an und erzielen Erlöse ausschließlich durch Anzeigen auf ihren Webseiten, Social Media Kanälen etc.

Geschäftsmodelle können vielfältig sein und werden stets im Businessplan eines neuen Unternehmens beschrieben. Allerdings stellen auch altbekannte Unternehmen ihre Geschäftsmodelle laufend auf den Prüfstand. Beispiele hierfür sind Musikanbieter, die nicht mehr ausschließlich komplette Alben, sondern auch einzelne Lieder verkaufen oder Medien, die ihr Geschäftsmodell aufgrund einer sinkenden Leserzahl hinterfragen.

Alternative Begriffe: business model, Erlösmodell, Ertragsmodell.

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