Gesellschafterversammlung in BWL leicht erklärt + Beispiel

Gesellschafterversammlung bei einer GmbH

Die Entscheidungen der GmbH-Gesellschafter werden gemäß § 48 Absatz 1 GmbHG in Versammlungen getroffen und dann normalerweise auch entsprechend schriftlich festgehalten.

Die Geschäftsführer können die Gesellschafterversammlung entsprechend anberaumen (§ 49 Absatz 1 GmbHG).

Gesellschafterbeschlüsse werden beispielsweise aus folgenden Gründen gefasst:

– Bezifferung des Jahresabschlusses sowie die Benutzung des Ergebnisses (entweder Ausschüttung oder eine sogenannte Gewinnthesaurierung), siehe bitte auch § 46 Nr. 1 GmbHG;

– Abbestellung sowie Berufung von Geschäftsführern und die Entlastung der Geschäftsführer (siehe bitte auch § 46 Nr. 5 GmbHG);

– Bestellung von Handlungsbevollmächtigten sowie Prokuristen zum gesamten Geschäftsbetrieb (siehe bitte auch § 46 Nr. 7 GmbHG);

– Erhöhungen des Kapitals (siehe bitte § 55 GmbHG).

Eine außerordentlich anberaumte Gesellschafterversammlung ist besonders dann sofort zu terminieren, wenn man der Jahresbilanzaufstellung bzw. aus einer im Laufe des Geschäftsjahrs gefertigten Bilanzaufstellung entnehmen kann, dass das halbe Stammkapital verloren wurde (siehe hierzu bitte auch § 49 Absatz 3 GmbHG).

In der Versammlung der Gesellschafter werden Entscheidungen mit einfacher Mehrheit (> 50 %) getroffen. Wenn allerdings eine Änderung des Gesellschaftsvertrags vorgenommen werden soll, muss eine ¾-Mehrheit vorhanden sein (siehe bitte auch § 53 Absatz 2 GmbHG). Des Weitere muss eine Beurkundung des Gesellschafterbeschlusses beim Notar erfolgen. Dies muss vor allem bei einer Stammkapitalerhöhung gemäß § 55 GmbHG erfolgen, da das Stammkapital im Gesellschaftsvertrag schriftlich festgehalten wurde.

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