Gewerbebetrieb in VWL leicht erklärt + Beispiel

Die Bezeichnung Gewerbebetrieb ist gesetzlich klar definiert. Es handelt sich hier um die wirtschaftliche Betätigung mit der Absicht Gewinn zu erzielen.

Sobald ein Unternehmer eine selbstständige, berufliche Tätigkeit verübt, die nicht freiberuflich ist, handelt es sich um einen Gewerbebetrieb. Auch landwirtschaftliche Betriebe sind keine Gewerbebetriebe.

Die Unterscheidung zu Freiberuflern ist aus folgenden Gründen wichtig:

  • Gewerbebetriebe müssen bei zuständiger Behörde angemeldet sein und benötigen einen Gewerbeschein/ Freiberufler müssen sich nur beim Finanzamt melden
  • Gewerbebetriebe unterliegen der Gewerbesteuerpflicht gegenüber den Kommunen/ Freiberufler zahlen nur Einkommens- und Umsatzsteuer

Gewerbebetriebe in diversen Branchen

Gewerbebetriebe sind vorrangig im Handwerk, der Industrie und dem Handel zu finden. Die meisten Selbstständigen sind deutschlandweit in Gewerbebetrieben organisiert, wobei es große Unterschiede zwischen den Betrieben gibt:

  • Spielwarenladen: reine formale Anmeldung genügt, keine Voraussetzungen zu erfüllen
  • Friseurgeschäft: Ausbildung muss absolviert worden sein

In Deutschland gibt es grundsätzlich die Gewerbefreiheit, diese wird vom Staat jedoch in vielen Sektoren begrenzt. Es gibt Gewerbebetriebe, in denen Kunden geschützt werden müssen bzw. die Allgemeinheit im Sinne der öffentlichen Sicherheit. Aus diesem Grund werden teilweise Ausbildungsnachweise, Führungszeugnisse oder Gesundheitsnachweise verlangt, die eine Einschätzung der fachlichen oder charakterlichen bzw. gesundheitlichen Eignung zulassen.

Zusammenfassung

Gewerbebetriebe sind selbstständige Unternehmungen, die sich nach der Gewerbeordnung richten müssen. Sie unterliegen einer Anmeldepflicht und müssen teilweise Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Wichtig ist die Unterscheidung zu Freiberuflern, da Gewerbetreibende zusätzlich Gewerbesteuern zahlen müssen.

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