Gewerkschaft gründen – Anleitung & Tipps

Gewerkschaft gründen

Sie haben keine Lust mehr auf eine Unterbezahlung und möchten Ihre Rechte umsetzen? Hierbei hilft im Normalfall eine Gewerkschaft. Da eine Gewerkschaft allerdings gleichzeitig hohe Ausgaben für den Arbeitgeber bedeutet, kämpfen viele Betriebe dagegen an. Dieser Beitrag soll Ihnen dabei behilflich sein, wenn Sie eine eigene Gewerkschaft gründen möchten. Neben einer Schritt-für-Schritt-Anleitung erhalten Sie auch den einen oder anderen Tipp, welcher Ihnen durchaus behilflich sein wird.

Teil 1: Entscheidung treffen

Zuallererst ist es natürlich sehr wichtig, dass Sie genau wissen, wie eine Gewerkschaft überhaupt funktioniert. Dies sollte natürlich ein objektives Bild sein. Die Arbeitnehmer innerhalb einer Gewerkschaft verhandeln gemeinsam. Dies bewirkt im Normalfall bessere Arbeitsbedingungen und bessere Löhne. Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, einen offiziellen Vertrag mit der Gewerkschaft auszuhandeln. In diesem Vertrag muss jeder einzelne Arbeiter vertreten sein. Dies bedeutet, es handelt sich um einen gemeinsamen Vertrag.

Zusätzlich gibt es die einzelnen Verträge, den jeder Arbeiter mit dem Arbeitgeber hat. Der Arbeitgeber kann eine Gewerkschaft nicht ignorieren, da im Falle eines Streiks der Betrieb nicht mehr funktioniert. Es ist wichtig zu wissen, dass jedes Mitglied aus der Gewerkschaft einen Beitrag entrichten muss, damit die Ausgaben bezahlt werden können. Der Beitrag ist in jeder Gewerkschaft unterschiedlich hoch. Darüber hinaus ist es natürlich sehr wichtig, über die eigenen Rechte Bescheid zu wissen.

Arbeitnehmer können eine Gewerkschaft gründen und die Idee außerhalb der Arbeitszeit diskutieren und überall Informationen darüber verteilen. Zusätzlich können Schmuckstücke, Pins oder Kleidung verteilt werden, welche die Unterstützung der Gewerkschaft verdeutlichen sollen. Darüber hinaus können die Arbeitnehmer andere Arbeitnehmer darum bitten, eine Petition zu unterzeichnen.

Natürlich kann auch der Arbeitgeber gefragt werden, ob die Petition anerkannt wird. Viele Gerichte bestimmen, dass einige Schutzrichtlinien eingehalten werden müssen. Der Arbeitgeber darf keine Anreize anbieten, damit die Gewerkschaft nicht gegründet wird. Darüber hinaus darf der Arbeitgeber keinen Arbeitnehmer kündigen oder ihm die Arbeit entziehen, nur weil dieser einer Gewerkschaft angehört. Natürlich dürfen die Arbeitgeber auch nicht damit drohen.

Teil 2: Gewerkschaft gründen

Natürlich müssen Sie bei der Gründung einer Gewerkschaft mit Gegenwind rechnen. Die meisten Betriebe werden sich nicht so sehr darüber freuen. Dies resultiert daraus, da der Betrieb höchstwahrscheinlich Kosten entrichten muss. Manche Arbeitgeber greifen sogar zu illegalen Methoden, um eine Gewerkschaft zu verhindern. Sollte die Aktion positiv verlaufen, darf der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen in Zukunft nicht mehr alleine beschließen, sondern muss sich mit den Mitgliedern der Gewerkschaft absprechen. Außerdem sollte die Stimmung am Arbeitsplatz überprüft werden. Dies bedeutet, die Mehrzahl von den Arbeitnehmern muss für eine Gewerkschaft sein, damit diese gegründet werden kann.

Die Chance für die Gründung einer Gewerkschaft ist vor allem dann gut, wenn viele Mitarbeiter Probleme haben. Zuerst sollten nur Mitarbeiter involviert werden, denen man selbst vertraut oder die man selbst kennt. Einige Mitarbeiter könnten nämlich gegen eine Gewerkschaft sein. Hiervon sind vor allem Mitarbeiter des Managements betroffen, da sie im Falle der Gründung einer Gewerkschaft eventuell weniger verdienen könnten. Natürlich sollten Unterstützung und Informationen gesammelt werden. Es muss beachtet werden, dass die Gründung einer Gewerkschaft sehr harte Arbeit bedeutet. Es wird zusätzliche Arbeit, wie das Knüpfen von Kontakten oder das Teilnehmen an Treffen, anfallen.

Die Chancen sind umso besser, je mehr Mittel und Freunde vorab gesichert werden können. Es ist umso besser, je weniger das Management darüber weiß. Nachdem dies alles bewerkstelligt wurde, muss der Organisationsausschuss geschaffen werden. Dieser sollte nur aus ein paar Mitarbeitern bestehen, welchen man selbst vertraut. Nachdem der Organisationsausschuss gegründet wurde, sollte die Unterstützung dem nationalen Arbeitsverbund vermittelt werden. Hierfür sollten mindestens 30 Prozent der Arbeitnehmer eine Bevollmächtigungskarte unterzeichnen. Sollten 30 Prozent dieses Formular unterschreiben, wird eine anonyme Wahl von dem Bund ausgeführt.

In dieser Wahl wird entschieden, ob eine Gewerkschaft gegründet wird oder nicht. Die Karte muss unbedingt aufzeigen, dass ein Arbeiter von der Gewerkschaft vertreten werden will, andernfalls ist die Unterschrift nämlich nicht gültig. Nachdem entschieden wurde, dass eine Wahl stattfinden wird, sollte versucht werden, diese vom Arbeitsverbund sponsern zu lassen. Sollte die Gewerkschaft die Wahl gewinnen, wird sie beim internationalen Arbeitsverbund offiziell anerkannt und die Verhandlung des Vertrags kann beginnen.

Welche Tipps sollte ich beachten?

  1.  Vorab sollte nur mit Vertrauenspersonen gesprochen werden. Dies resultiert daraus, da alle Informationen, welche ins Management gelangen, gegen Sie verwendet werden können.
  2.  Hin und wieder kann es vorkommen, dass der Betrieb höhere Gehälter anbietet, um zu vermitteln, dass eine Gewerkschaft nicht notwendig sei.
  3.  Die Arbeitgeber werden versuchen, die Arbeitnehmer von einer Gewerkschaft abzuhalten. Häufig wird den Mitarbeitern, im Zuge einer verpflichtenden Veranstaltung, glaubhaft gemacht, die Gewerkschaft würde Bestechungen, Verschlechterungen der Vorzüge, Jobverluste und Betriebsschließungen nach sich ziehen. Dies ist natürlich nicht der Fall.

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