Gibt es die Amish People in Deutschland?

Amische sind ein Teil einer täuferisch-protestantischen Glaubensgemeinschaft, die jede Art von technischem Fortschritt ablehnen und heute noch ein stark in der Landwirtschaft verwurzeltes Leben führen. Sie legen einen großen Wert auf die Familie mit klar vorgegebenen Geschlechterrollen, Gemeinschaft und leben in Abgeschiedenheit von der Außenwelt für sich. Wie bei anderen täuferischen Gemeinden, praktizieren die Amischen lediglich die Bekenntnistaufe und lehnen Gewalt, sowie das Schwören von Eiden vollkommen ab.

Wo leben sie?

Gesamt gibt es in den 28 Staaten der USA und im kanadischen Ohio 427 Siedlungen und 1.826 Siedlungen.

Die letzte amische Gemeinde in Deutschland bestand bis 1937 in Inxheim, bevor diese sich den Mennoniten-Gemeinden anschlossen. Durch die französische Kontrolle ab 1648 und der fehlenden Duldung des französischen Königs sind damals viele Amische nach Mömpelgard, Lothringen, Saarland und die Pfalz ausgewandert, wo sich die Amischen den Monnoniten anschlossen.

Seither hat es keine ansässigen Amischen Personen mehr gegeben. Heute sind sie eigentlich nur noch in Amerika und Kanada wiederzufinden. Dennoch gibt es mehrere Gemeinden, die in abgeschwächter Form ein ähnliches Leben praktizieren.

So leben die Amischen

Sie lehnen technischen Fortschritt nicht nur ab, sie leben auch nach alten Sitten. So besitzt keine Amische Person eine Krankenversicherung. Selbst bei der Gesundheitsreform von Barack Obama 2012 war diese Gruppe an Menschen ausgeschlossen gewesen. Die festen Rollenbilder der Familienmitglieder und die eindeutig heterosexuellen Pärchen spiegeln ein Bild von Altertum wieder. Die Amischen leben für sich und abgeschottet von der Außenwelt.

Da zumindest zeigt sich ein Wandel. Durch die Abnahme an verfügbarem Land wenden sich viele Amische anderen Berufen zu. Einige der Amischen sind Geschäftsmänner und leben so entgegen der Amischen Tradition. Ob sich das aber langhaltig ändert, kann nur die ZEit sagen.

Das große Problem

Amische Personen heiraten nur innerhalb ihrer Gemeinden. Dadurch steigt die Rate an Erbkrankheiten. Aus den ursprünglich 130 Gründern sind die heutigen, vergleichsweise zahlreichen, Amische Menschen entstanden. Deswegen geht die Zahl an Amischen Menschen ohnehin zurück, insofern sie ihre Regeln nicht lockern.

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