Gleichgewichtspreis in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter Gleichgewichtspreis?

Das Gleichgewicht des Marktes auf einem Markt, auf dem Wettbewerb herrscht (ein Monopolmarkt ist beispielsweise dann hiervon ausgeschlossen), richtet sich nach dem sogenannten Gleichgewichtspreis, bei dem sowohl das Angebot als auch die Nachfrage in einem Gleichklang sind. Man kann sagen, hinsichtlich des Gleichgewichtspreises ist weder ein Überhang des Angebots noch ein Überhang der Nachfrage vorhanden. Die Kurve für die Nachfrage sowie die Kurve für das Angebot treffen sich nicht bzw. sie überschneiden sich nicht.

Das Gleichgewicht des Markts kann man somit am besten wie folgt beschreiben: es sind sowohl ein Preis (Gleichgewichtspreis) sowie eine Anzahl (Gleichgewichtsmenge) vorhanden.

NACHSTEHEND AUFGEFÜHRT IST EIN ENTSPRECHENDES BEISPIEL:

Welche Berechnung muss man anstellen, um den Gleichgewichtspreis zu ermitteln:

Auf dem wöchentlich stattfindenden Markt bieten eine Vielzahl von unterschiedlichen Händlern Hühnereier der Größe M an.

DAS ANGEBOT LAUTET ALSO:

Wenn ein Ei 1,00 Euro kostet und 100 Eier angeboten werden und das Angebot immer um 10 Eier nachlässt, wenn man die Kosten je um 0,10 Euro herabsetzt (dies bedeutet bei 0,90 Euro stehen nur 90 Eier im Angebot, bei 0,70 Euro stehen dann nur 70 Eier im Angebot usw.). Das wird bildlich als Angebotsfunktion mit der Menge des Angebots = 100 x Preis dargestellt.

NACHFRAGE

Bei der Nachfrage ist das Gegenteil der Fall: Bei Kosten in Höhe von 1,00 Euro nehmen die Kunden keine Eier ab, fällt die Kosten dann jedoch jeweils um 0,10 Euro herabgesetzt werden, erhöht sich die Nachfrage der Kunden um 10 Eier (dies bedeutet bei 0,90 Euro erfolgt eine Nachfrage von 10 eiern und bei 0,70 Euro eine Nachfrage von 30 eiern usw.). Die Nachfragefunktion lautet wie folgt: Menge der Nachfrage = 100 – 100 x Kosten.

GLEICHGEWICHTSPREIS

Um das Gleichgewicht des Preises zu berechnen, muss man die Angebotsfunktion der Funktion der Nachfrage gegenüberstellen und nach den Kosten (dem Preis) hin auflösen:

100 x Preis = 100 – 100 x Preis

200 x Preis = 100

Preis = 0,50 Euro

DAS GLEICHGEWICHT DER MENGE:

Wenn zu einem Preis von 0,50 Euro 50 Eier feilgeboten werden (Angebotsmenge = 100 x 0,50 = 50) und eine Nachfrage von 50 Eiern besteht (Nachfragemenge = 100 – 100 x 0,50 = 50). Die Berechnung wird als sogenannte Gleichgewichtsmenge bezeichnet. Es kommt somit folgender Umsatz zu Stande: 50 Eier x 0,50 Euro = 25,00 Euro.

Wenn man sich vorstellt, dass ein Ei 0,80 Euro kosten würde und es werden 80 Eier feilgeboten. Erfolgt jedoch nur eine Nachfrage nach 20 Eiern, würde es einen Überhang des Angebots von 60 Eiern geben, der Marktumsatz würde wie folgt aussehen: 20 Eier x 0,80 Euro = 16,00 Euro. Es würde somit ein Ungleichgewicht auf dem Markt geben. Die Lieferanten müssten eine Preissenkung durchführen, damit die restlichen Eier auch noch verkauft werden können – dieser Preis würde dann in Richtung des sogenannten Gleichgewichtspreises gehen.

GRAFISCHE DARSTELLUNG DES MARKTGLEICHGEWICHTS

Das Gleichgewicht auf dem Markt entspricht der Schnittstelle zwischen der Angebots- sowie der Nachfragekurve, wenn die Kosten 0,50 € sowie die Anzahl 50 Stück betragen würden.

REGULIERUNG DES PREISES (MINDEST- SOWIE MAXIMALPREISE)

Wenn die Regierung sich auf dem Markt einmischt, indem diese den Mindest- sowie den Maximalpreis regelt, wird eine Änderung der Anzahl der auf dem Markt angebotenen Ware erfolgen.

NACHSTEHEND WIRD DESHALB FOLGENDES BEISPIEL GENANNT:

Wenn man sich vorstellt, dass die Regierung einen Maximalpreis für die Eier in Höhe von 0,40 Euro (0,10 Euro weniger als der übliche Gleichgewichtspreis in Höhe von 0,50 Euro ist). Wenn ein solcher Fall eintreten sollte, würde folgende Nachfrage entstehen: 100 x 0,40 = 100 – 40 = 60 Eier und das Angebot aber wie folgt aussehen würde: 100 x 0,40 Euro = 40 Eier, dann würde der Umsatz auf dem Markt wie folgt aussehen: 40 x 0,40 Euro = 16,00 Euro.

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