Götz von Berlichingen – Inhaltsangabe / Zusammenfassung

Götz von Berlichingen ist ein Schauspiel in 5 Aufzügen, geschrieben vom deutschen Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe. Die Geschichte spielt zu Beginn des 16. Jahrhunderts vor allem in Franken, Württemberg und Bayern. Die Uraufführung fand im Jahre 1774 – ein Jahr nach seiner Fertigstellung – statt.

Inhalt

Götz von Berlichingen, seinerseits selbst ein für das 16 Jahrhundert typischer Raubritter, erfährt eines Tages in seiner Burg in Jagsthausen von der Gefangenschaft einer seiner Reiter. Der Reiter wurde zuvor im Auftrag des Bischofs von Bamberg von bambergischen Söldnern in Gefangenschaft genommen. Grund dafür ist ein bereits länger andauernder Disput zwischen Götz von Berlichingen und dem Bischof von Bamberg.

Versöhnung

Weislingen, ein Freund aus der Jugendzeit von Götz, ist einer dieser Untergebenen des Bischofs. Weislingen hat sich im Laufe der Zeit allerdings durch das eintönige Hofleben verändert und sich in die Abhängigkeit der Hofdame Adelheid begeben. Götz entführt Weislingen schließlich, um so die Gefangennahme seines Reiters zu rächen. Weislingen erspäht während seiner Gefangenschaft in der Burg des Götz jedoch bald dessen Schwester Maria und verliebt sich prompt. Kurze Zeit später folgt bereits die Verlobung der Beiden, Götz versöhnt sich mit Weislingen.

Verrat und Tod

Weislingen kehrt wieder an den Hof in Bamberg zurück wird abermals schwach als er Adelheid sieht. Er kann sich ihren Reizen nicht entziehen und kehrt nicht mehr wie zuvor versprochen nach Jagsthausen zu Maria und Götz zurück. Während dieser Zeit hält Sickingen, einer der Gehilfen des Götz, um die Hand seiner Schwester Maria an. Vom schlechten Gewissen geplagt Maria und Götz hintergangen zu haben, überredet Weislingen den Kaiser zur Verhängung der Reichsacht über Götz und dessen Gehilfen.

Die Burg des Berlichingens wird in Folge dessen von feindlichen Truppen eingenommen und belagert. Die kaiserlichen Truppen wollen Götz dazu zwingen die Uhrfede in Anwesenheit der Ratsherren von Heilbronn abzuschwören, doch erscheint in diesem Moment Sickingen und andere Reiter und können ihn retten. Obwohl er sich von diesem Moment an in ritterlicher Haft befindet, bestehen die Bauern darauf, ihn als ihren Anführer zu wählen. Götz kann sich dagegen nahezu nicht wehren und nimmt schlussendlich diese Bürde auf sich. Er versucht den Aufständen ein für alle mal ein Ende zu setzen, doch die Bauern widersetzen sich seinen Befehlen.

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Götz wird schließlich vom Reichsheer, welches bestellt wurde um den Aufständen der Bauern Gegenwehr zu gebieten und sie im Keim zu ersticken, abermals gefangen genommen.
In der Zwischenzeit vergiftet Adelheid den Weislingen, da Adelheid mit ihm an ihrer Seite niemals in Verbindung mit dem künftigen Kaiser kommen kann. Auch für Götz nimmt es kein gutes Ende, er verstirbt letzten Endes im Gefängnis

Interpretation

Meiner Meinung nach spiegelt das Werk von Goethe hier sehr schön wie einfach Kaiser, Fürsten, Könige und andere Machthaber von weiblichen Personen und Intrigen beeinflussbar sind und wie einfach es doch ist Personen, die einem nicht ins Bild passen aus dem Weg zu schaffen. Obwohl das Stück am Anfang des 16. Jahrhunderts spielt, hat es auch heute an Aktualität nichts verloren.

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Autor(in) des Artikels:

mm
studiert Lehramt an Gymnasien mit den Hauptfächern Deutsch und PoWi ( Universität Kassel )

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