Grenzrate der Substitution – Definition & Erklärung

Die Grenzrate der Substitution (MRS) zeigt, wie das Verhältnis beider Güter geändert werden kann ohne das dies einen Einfluss auf den Nutzen des Konsumenten bzw. des Haushalts hat.

Beispiel zur Berechnung der Grenzrate der Substitution

Wir gehen von der Nutzfunktion: U = Y x 3 + X aus. X steht dabei für das erste und Y für das zweite Gut.

Man erhält die Grenzrate der Substitution nun, indem X durch Y geteilt wird. Wird die erste Ableitung der Nutzenfunktion nach X aufgelöst, erhalten wir einen Grenznutzen von 1. Bei Auflösung der 1. Ableitung nach Y ergibt dies einen Grenznutzen von 3.

Die Grenzrate der Substitution beträgt somit: 1 : 3. Da diese Grenzrate der Substitution sich weder durch X noch Y ändert, wird auch von einer konstanten Grenzrate der Substitution gesprochen. Dies bedeutet, dass der Nutzen für den Konsument gleich bleibt, solang auch das Verhältnis der einzelnen Mengen an Gütern 1 : 3 beträgt.

Somit kann bei einem Nutzen von 4 die Menge des ersten Guts 4 und des zweiten 0 betragen, oder 3 und 1. Im Koordinatensystem wird die Grenzrate der Substitution als die Indifferenzkurven-Steigung bezeichnet.

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Autor(in) des Artikels:

mm

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.

Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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