Gründung einer GmbH in BWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist bei der Gründung einer GmbH zu beachten?

Anzahl der Gründer einer GmbH

Eine GmbH kann aus jedem gesetzlich zulässigen Grund gegründet werden. Diese Gründung erfolgt entweder durch eine Person (beispielsweise in Form einer ein-Mann-GmbH oder einer ein-Personen-GmbH) oder durch mehrere juristische oder natürliche Personen und auch durch sogenannte Personengesellschaften (beispielsweise einer KG sowie einer OHG) (siehe bitte auch § 1 GmbHG).

Das Selbstkontrahierungsverbot bei einer sogenannten Ein-Personen-GmbH

Bei der sogenannten ein-Personen-GmbH ist es so, dass der Geschäftsführer der GmbH mit dem GmbH-Gesellschafter, also im Grunde genommen mit sich selber, Vertragsabschlüsse durchführen muss. Dies ist insbesondere bei dem Geschäftsführervertrag der Fall. Solche Insichgeschäfte sind allerdings gemäß § 181 BGB verboten (das sogenannte Selbstkontrahierungsverbot).

Sollte eine ein-Personen-GmbH vorliegen, muss im Gesellschaftsvertrag eine entsprechende Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot hinsichtlich des Geschäftsführers aufgenommen werden. Sodann muss diese Befreiung auch ins Handelsregister eingetragen werden.

Gesellschafterliste

Nach jeder Änderung der Personen der Gesellschafter oder die Tragweite ihrer Beteiligung muss eine durch die Geschäftsführer unterzeichnete Liste der Gesellschafter beim Handelsregister eingereicht werden.

Aufwand der Gründung

Der Gesellschaftsvertrag muss in einer notariellen Form erfolgen (siehe bitte auch § 2 Absatz 1 GmbHG). Hierfür fallen dann entsprechende Notarkosten an.

Gesellschaftsvertrag einer GmbH

Hinsichtlich der Gründung der GmbH bedarf es einem entsprechenden Gesellschaftsvertrag (wird auch GmbH-Vertrag genannt). Der Gesellschaftsvertrag muss dann auch notariell beurkundet und von allen Gesellschaftern unterschrieben werden (siehe auch § 2 Absatz 1 GmbHG).

Was muss der Gesellschaftsvertrag enthalten?

Gemäß § 3 GmbHG muss der Gesellschaftsvertrag folgende Aspekte enthalten:

– Firma (also den Namen der Gesellschaft);

– Firmensitz (Mögliche Varianten: Ort des Betriebes, der Verwaltung oder der Geschäftsleitung) im Inland (siehe bitte auch § 4 a GmbHG);

– Gegenstand der Gesellschaft (welche Tätigkeits- sowie Geschäftsbereiche das Unternehmen aktuell sowie zukünftig bedienen will);

– Höhe des Stammkapitals.

Entstehung einer GmbH

Die Entstehung der GmbH erfolgt erst mit der Handelsregistereintragung. Wenn schon vor der Handelsregistereintragung im Gesellschaftsnamen gehandelt wird, erfolgt die Haftung unter den Handelnden solidarisch sowie persönlich (siehe bitte auch § 11 GmbHG).

Vereinfachte GmbH-Gründung mit dem Musterprotokoll

Eine vereinfachte GmbH-Gründung (d h. in einem vereinfachten Verfahren) kann gemäß § 2 Absatz 1 a GmbHG dann erfolgen, wenn das Unternehmen maximal 3 Gesellschafter sowie einen Geschäftsführer hat. Des Weiteren dürfen keine vom Gesetz abweichenden Vorschriften vorhanden sein.

Für diesen Fall kann ein entsprechendes Musterprotokoll, welches sich in der Anlage des GmbHG befindet, beigefügt werden. Dieses Protokoll gibt es in 2 unterschiedlichen Varianten:

– Musterprotokoll hinsichtlich der Gründung einer Einpersonengesellschaft und
– Musterprotokoll hinsichtlich der Gründung einer Mehrpersonengesellschaft.

Firma der GmbH

Die Firma – also der Name des Kaufmanns (hier von der GmbH), unter dem er seine Geschäfte nachgeht (siehe bitte auch § 17 Absatz 1 HGB) – muss über den Zusatz „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ oder der allgemein verständlichen Kurzform dieser Bezeichnung verfügen (§ 4 GmbHG). Hinsichtlich der Firma muss eine Eintragung in das Handelsregister erfolgen.

Beispiele hinsichtlich der Firma einer GmbH

Nachfolgend sind ein paar Beispiele hinsichtlich Firma einer GmbH aufgeführt:

– Fahrrad Schmidt Gesellschaft mit beschränkter Haftung
– Meier GmbH
– Baugesellschaft mbH

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