Grundgesamtheit in Statistik leicht erklärt + Beispiel

In der Statistik wird die Menge sämtliche Merkmalsträger bzw. aller sogenannter statistischen Einheiten als Grundgesamtheit bezeichnet. Dies können folgende Einheiten sein:

  • 100 Angestellte
  • 1 Mio. Stadtbewohner
  • 500.000 weibliche Sportler
  • 1 Mio. Motorräder auf deutschen Straßen

Eine Untersuchung der Grundgesamtheit kann dann vollständig stattfinden, wenn die relevanten Daten in diesem Fall vorhanden sind, dies können beispielsweise Registrierungen oder Anmeldungen sein. In der Praxis wird jedoch eine Stichprobe als Teilmenge der Grundgesamtheit gezogen. Diese wird dann statistisch analysiert und anschließend auf die Gesamtheit hochgerechnet.

Eine Analyse aller Werte ist mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, weshalb sie in dieser Form selten stattfindet.

Für eine Grundgesamtheit werden statistische Maßzahlen, wie der arithmetische Mittelwert oder der Anteilswert, verwendet. Sie werden auch als Parameter, Populationswert oder theoretische Maßzahlen bezeichnet. Oftmals sind diese Parameter jedoch unbekannt und werden stattdessen auf Basis empirischen Maßzahlen geschätzt, die aus Stichproben mit unterschiedlichen Schätzverfahren gewonnen wurden.

Unterschied zwischen Parameter und Stichprobenkennwerte

Zur eindeutigen Unterscheidung statistischer Kenngrößen werden Symbole eingesetzt. σ steht beispielsweise für die Standardabweichung einer Grundgesamtheit, während s die Standardabweichung einer Stichprobe symbolisiert. Weiterhin wird für den arithmetischen Mittelwert der Grundgesamtheit das μ Symbol verwendet und x̄ für den Stichprobenmittelwert.

  • War dieser Artikel hilfreich ?
  • ja   nein

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here