Grundkurs & Leistungskurs im Abi – was ist der Unterschied?

Grundkurs & Leistungskurs im Abi

Was ist charakteristisch für Leistungskurse?

Wenn man die eigene Schullaufbahn mit dem Abitur beenden möchte, muss man sich zu Beginn der gymnasialen Oberstufe entscheiden, welche Fächer man als Grund- und Leistungskurse wählt. Je nach Bundesland variieren die Anzahl der Leistungskurse, ebenso ist die zu besuchende Stundenzahl teilweise unterschiedlich.

Leistungskurse werden üblicherweise jeweils mit den meisten Stunden pro Fach in der Schulwoche unterrichtet, während Grundkurse mit etwa der Hälfte der Stunden wöchentlich stattfinden. Daher ist es ratsam, als Leistungskurse Fächer zu wählen, die man inhaltlich besonders gerne mag und in denen man in den vergangenen Schuljahren gute Noten erzielen konnte. Es sollten auch keine größeren Wissenslücken bestehen. Im Hinblick auf die Abiturprüfung und ein eventuelles, späteres Studium ist es sinnvoll, bereits frühzeitig die eigenen Weichen richtig zu stellen.

Wer beispielsweise mit dem Gedanken spielt, später ein Lehramtsstudium zu absolvieren und als Lehrer für Deutsch und Englisch an weiterführenden Schulen zu arbeiten, sollte diese Sprachen idealerweise vorab bereits im Gymnasium als Leistungskurse besucht haben. So wird sichergestellt, dass durch die intensivere und weitreichendere Beschäftigung mit dem Unterrichtsstoff auch das erfolgreiche Studium dieser Fächer in greifbare Nähe rückt – gute oder sehr gute Schulnoten sind hierfür allerdings unerlässlich.

In den Leistungskursen entsteht häufig ein intensiver Kontakt mit den Mitschülern und der Lehrkraft, da besonders viel Zeit miteinander verbracht wird. Eine mehrtägige Leistungskursfahrt, die die Gruppe häufig ins europäische Ausland führt, schweißt alle Beteiligten noch einmal mehr zusammen und schafft häufig bleibende Erinnerungen.

Was versteht man unter Grundkursen?

Grundkurse sind dann in der Qualifizierungsphase (den letzten beiden Schuljahren vor der Abiturprüfung) alle anderen Fächer außer den gewählten zwei bzw. drei Leistungskursfächern. Sie werden mit etwa der Hälfte der Stunden (im Vergleich mit den Leistungskursen) unterrichtet und vermitteln die Grundkenntnisse des jeweiligen Fachs. Natürlich sollte man auch bei der Wahl der Grundkurse immer die individuellen Neigungen und Fähigkeiten berücksichtigen. Dies bedeutet, wenn man in der Qualifizierungsphase eine Naturwissenschaft und Mathematik belegen muss, sollte man überlegen, ob man in der Vergangenheit im Fach Biologie, Chemie oder Physik die besten Leistungen erzielen konnte und dann das individuell beste Fach als Grundkurs wählen. Die anderen naturwissenschaftlichen Fächer können dann getrost abgewählt werden.

Welche Fächer schließlich im Stundenplan als Grundkurse oder Leistungskurse erscheinen, ist individuell verschieden. Auch im Grundkursbereich sieht man eine bestimmte Gruppe von Mitschülern und die dazugehörige Lehrkraft regelmäßig. Doch der Kontakt zwischen Lernenden und Lehrenden ist häufig nicht ganz so eng, wie im Leistungskursbereich.

Grund & Leistungskurse in der Abiturprüfung

Alle schulischen Leistungen, die in der Qualifizierungsphase erzielt werden, gehen bereits zu einem Großteil in die spätere Abiturnote ein. Der restliche Teil der Abiturnote ergibt sich aus der eigentlichen Abiturprüfung, die zum Ende der 12-jährigen bzw. 13-jährigen Schulzeit stattfindet.

In der Abiturprüfung müssen alle erforderlichen, inhaltlichen Schwerpunkte abgedeckt sein. Die Anzahl der Abiturprüfungsfächer ist je nach Bundesland unterschiedlich, ebenfalls die weiteren Prüfungsmodalitäten, wie etwa, ob ein Fach schriftlich oder mündlich geprüft wird und welche Fächer in welcher Kombination erlaubt sind. Wer dazu genauere, aktuelle und verbindliche Informationen sucht, nutzt am besten Informationen des Gymnasiums, auf dem man das Abitur ablegen möchte.

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