Gruppenbewertung in ReWe leicht erklärt + Beispiel, Formel & Definition

Allgemeine Informationen zur Gruppenbewertung

§ 240 Abs. 4 HGB deklariert als Vereinfachung zur Einzelbewertung die Gruppenbewertung. Dies kann in folgen Fällen angewandt werden:

  • bei gleichartigen Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens (z.B. bei Nägeln)
  • bei anderen gleichartigen oder annähernd gleichwertigen beweglichen Vermögensgegenständen und Schulden

Sie werden dann zu Gruppen zusammengefasst und mit Hilfe des gewogenen Durchschnittswerts bestimmt. Die Berechnung findet im folgenden Abschnitt statt.

Beispielberechnung eines gewogenen Durchschnitts

Ein Unternehmen kauft fünf Hämmer ein. Zwei davon im Februar für je 10€ pro Stück und die anderen drei im Oktober zu 12€ pro Stück. Zum Bilanzstichtag wurden vier dieser Hämmer verkauft. Nun muss für die Vorratsbewertung der Wert des Hammers bestimmt werden. Hier findet die Durchschnittsbewertung ihren Einsatz.

Das Unternehmen kann nach § 240 Abs. 4 HGB den Wert mit Hilfe der Bewertungsvereinfachung wie folgt errechnen: (2 x 10€) + (3 x 12€) = 56€. Dieser Wert wird nun durch die Gesamtanzahl der Hämmer, also fünf, dividiert. Damit ergibt sich für den Hammer ein Wert von 11,20€.

Weiterhin ist zu beachten, dass es sich bei Vorräten um Umlaufvermögen handelt und damit das strenge Niederstwertprinzip in Kraft tritt. Das bedeutet, dass der Wert des Hammers zum Stichtag unverändert zum letzten Einkaufspreis und somit keine Abschreibung notwendig ist, da die Vorräte mit einer geringeren Bewertung bilanziert sind. Alternative Bewertungsmethoden sind die FiFo-Methode und die LiFo-Methode.

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