Gustave Flaubert – Biografie & Inhaltsangaben

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Gustave Flaubert„Madame Bovary“, „L’Éducation sentimentale“ und „Salammbô“ – dies alles sind bekannte Romane eines französischen Schriftstellers. Die Rede ist von Gustave Flaubert (1821 – 1880). Er war einer der größten Realisten der französischen Literatur und gilt als Urvater eines gänzlich neuen Erzählstils. Damit beeinflusste er die weitere Entwicklung europäischer Romane entscheidend.

Der Autor erblickte am 12. Dezember 1821 in Rouen, Normandie das Licht der Welt. Sein Vater arbeitete in einer Klinik als Chefarzt. In seiner Schulzeit widmete sich Flaubert lieber der Literatur und er versuchte sich an eigenen Schriften. Deshalb hatte er den Ruf eines undisziplinierten Schülers, aber seine Lehrer erkannten sein Talent schon früh. Seine erste Veröffentlichung wird auf das Jahr 1837 datiert. Sein Text „Bibliomanie“, der von einem Buchhändler handelt, der zum Mörder wird, erschien im Magazin „Colibri“

Drei Jahre später schloss Flaubert die Schulzeit mit dem Abitur ab und trat eine Reise in die Pyrenäen an. Danach begann er ein Jurastudium. Mit 22 Jahren musste er dieses aber nach einem epileptischen Anfall abbrechen und kehrte nach Rouen in sein Elternhaus zurück. Dort lebte wie ein Frührentner und finanzierte sein Leben mit seinem Erbe. Er reiste trotz seiner schweren Krankheit viel – von Italien, der Schweiz über den Vorderen Orient bis hin zu Griechenland und der Türkei.

Im Jahr 1846 traf Flaubert die Dichterin Louise Colet mit der er über viele Jahre hinweg eine leidenschaftliche Affäre hatte. Trotzdem war die Beziehung nicht immer einfach, denn es gab einige Trennungen. Heute würde man von einer On-Off-Beziehung sprechen. Streitpunkte werden in den zahlreichen Briefen deutlich, die sich die beiden zuschickten. Unter anderem vertraten Flaubert und Colet grundverschiedene Auffassungen zur Rolle des Dichtens und des Schreibens.

Fünf Jahre lang arbeitete Flaubert an „Madame Bovary“. Unter anderem kommt in diesem Werk Flauberts Auffassung herüber, dass in einen Roman keine eigene Meinung des Schriftstellers gehört. Bekannt ist sein Ausspruch: „Hat der liebe Gott sie je gesagt – seine Meinung?“. So etablierte Flaubert den auktorialen, also allwissenden Erzähler. Genau diese Parteilosigkeit gegenüber den Romanfiguren sorgte im Jahr 1856 für starke Kritik in der „Revue de Paris“, denn in „Madame Bovary“ geht es um eine Ehebrecherin. Er wurde sogar für den „Verstoß gegen die guten Sitten“ angezeigt, aber 1857 wurde Flaubert freigesprochen. Letztendlich profitierte der Schriftsteller sogar von dem Prozess, denn der Roman wurde ein großer Erfolg. Und obwohl Flaubert prominent wurde führte er sein einsiedlerartiges Leben in der Normandie weiter.

Später, im Jahr 1862 veröffentlichte er den Roman „Salammbô“, der die Eindrücke Flauberts Nahostreise widerspiegelte. Der historische Roman spielte während der Ersten Punischen Kriege in Karthago. Für die neue Romanform stilbildend wie „Madame Bovary“ sollte auch der Roman „L’Education Sentimentale“ werden. Er handelt von der Desillusionierung eines jungen Mannes, der von der Provence in die französische Hauptstadt Paris zieht. Er ist enttäuscht, weil seine revolutionären Gedanken und Hoffnungen von 1848 zerstört wurden.

Sechs Jahre vor seinem Tod schrieb Flaubert sein letztes Werk „Bouvard und Pécuchet“, in dem er satirisch über das französische Bürgertum schreibt. Das Buch wurde allerdings erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Um den Ehemann seiner Nichte vor dem Bankrott zu retten, half Flaubert mit fast seinem Ganzen Vermögen aus. Im Jahr 1880 starb Gustave Flaubert an den Folgen einer Hirnblutung in Croisset.

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