Hans Fallada – Biografie & Inhaltsangaben

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Der Schriftsteller Hans Fallada (1893-1947). © dpa Bilderdienste
Der Schriftsteller Hans Fallada (1893-1947). © dpa Bilderdienste

Hans Fallada wurde als Rudolf Ditzen am 21.6.1893 in Greifswald geboren. Sein Vater war Landrichter und später Kammergerichtsrat. Die Familie zog deshalb mehrfach um. Rudolf war das dritte von vier Kindern der Familie und litt schon in der Jugend unter einem schwierigen Verhältnis zum Vater und außerdem unter psychischen Störungen. Im Alter von 18 Jahren kam es zu einer Katastrophe.

Ditzen tötete bei einem als Duell getarnten Doppelselbstmord-Versuch seinen besten Freund und überlebte selbst mit schweren Verletzungen. Daraufhin kam er für drei Jahre in eine geschlossene psychiatrische Anstalt und war auch später wegen einer Alkohol-und Morphinabhängigkeit oft in Entzugskliniken und Sanatorien. Hier begann er mit ersten Schreibversuchen. Im Jahr 1820 erschien im Rowohlt-Verlag sein erster Roman „Der junge Goedeschal“ unter dem Pseudonym Hans Fallada“.

Weil der Schriftsteller von seiner Tätigkeit aber nicht leben konnte, war er nebenbei in verschiedenen landwirtschaftlichen Berufen tätig. 1923 beging er eine Unterschlagung und wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Eine zweite Haftstrafe brachte ihn 1926 für zweieinhalb Jahre hinter Gitter. 1932 machte ein Roman Fallada praktisch über Nacht berühmt „Kleiner Mann was nun“ war ein Welterfolg und gleichzeitig eine Hommage an seine Frau Anna Issel,genannt Suse“ die er 1929 geheiratet hatte und die das Vorbild für „Lämmchen“ war.. 1933 zog der Schriftsteller mit seiner Familie ins mecklenburgische Carwitz. Das Ehepaar hatte 4 Kinder, von denen eine Tochter aber kurz nach der Geburt starb. 1934 erschienen zwei weitere sehr erfolgreiche Romane.

Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ und „Wir hatten mal ein Kind“ wurden ebenfalls Bestseller. Der größte Erfolg seines schriftstellerischen Schaffens aber war der 1937 erschienene Roman „Wolf unter Wölfen“.. Privat war Hans Falladas Leben weiterhin sehr schwierig. Er litt unter starken Stimmungsschwankungen und Depressionen, später an Nervenzusammenbrüchen. Während weiterer Sanatoriums-und Klinikaufenthalte lernte der Schriftsteller die junge Witwe Ursula Losch (ebenfalls Alkoholikerin und Morphinistin) kennen, verliebte sich in sie und trennte sich von seiner Frau. Die Ehe wurde 1944 geschieden und Fallada heiratete die Geliebte.

Die neue Beziehung war aber extrem kompliziert. Hans Fallada verlor schließlich jeden Halt. In einem Streit mit seiner geschiedenen Frau schoss er im August 1944 um sich und kam wegen versuchten Totschlages für mehrere Monate in den Maßregelvollzug. Dort entstanden etliche Kurzgeschichten und der Roman „Der Trinker“. 1946 versuchte Hans Fallada, sich das Leben zu nehmen. Sein Freund, der Schriftsteller Johannes R. Becher rettete ihn. Trotzdem erschien im gleichen Jahr noch einmal ein großer Roman : „Jeder stirbt für sich allein“.

Der Schwerkranke schrieb ihn in weniger als einem Monat. Im Februar 1947 starb Fallada in einem Berliner Krankenhaus mit nur 54 Jahren an den Folgen seines Drogenkonsums.

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