Haushaltsoptimum in VWL – Definition & Erklärung

Unter dem Haushaltsoptimum versteht man das Güterbündel wählt und somit als am wichtigsten für sich empfindet. Dabei liegt das Haushaltsoptimum genau auf der Budgetgeraden (im Koordinatensystem), da es das vorhandene Budget vollkommen ausschöpft.

Um das Haushaltsoptimum zu finden, wird von allen Bündeln die sich auf der Budgetgerade befinden das ausgewählt, welches für eine Maximierung des Nutzens sorgt.
Um darauf zu kommen, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

  • durch Ausprobieren. Dies geht, indem der Nutzen für jeder auf der Budgetgerade liegenden Bündels berechnet wird. Im Anschluss stellt dass Bündel mit dem höchsten Wert auch das Haushaltsoptimum dar.
  • durch das Optimierungsproblem. Bei dieser Methode wird der Nutzen immer weiter vergrößert, ohne dass sich das Budget ändert.
  • durch das Zweite Gossensche Gesetz. Dieses Gesetz besagt, dass bei einem Haushaltsoptimum die Grenzrate der Substitution dem Verhältnis der Güterpreise gleicht.

Beispiel zur Bestimmung des Haushaltsoptimums

Die Nutzenfunktion lautet: U = X1 (Menge Gut 1) x X2 (Menge Gut 2) X 2.. Um nun den Grenznutzen zu erhalten, wird von der Nutzfunktion die erste Ableitung gebildet.

Der Grenznutzen MU1 lautet dann: MU1 = X2 x 2;
der Grenznutzen MU2 lautet: MU2 = X1 x 2.

Die Grenzrate der Substitution lautet dann: X2 x 2 : X1 x 2 = X2 : X1.

Wir gehen nun von einem Budget in Höhe von 60 Euro aus. X1 kostet zudem 1 Euro; X2 kostet 2 Euro.

Die Formel lautet nun: X2 : X1 = 2 Euro : 1 Euro = 1 Euro. Dies bedeutet, dass X2 = 2 x X1 ist.

Wird dies nun eingesetzt ergibt sich Folgendes:

X2 x 2 + X2 x 2 = 60; X2 x 4 = 60; X2 = 15.

Da X2 = 2 x X1 ist, ist X1 = 15 Euro. Dadurch erhält man ein Güterbündel von (30, 15) mit der Formel; U = 30 x 15 x 2 = 900.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here