Heinrich Leopold Wagner – Biografie & Inhaltsangaben

Der Schriftsteller Heinrich Leopold Wagner (1747 – 1779)
Der Schriftsteller Heinrich Leopold Wagner (1747 – 1779)

Heinrich Leopold Wagner, ein Dichter in der Sturm und Drang Zeit lebte von 1747 bis 1779.
Wagner verbrachte seine Kindheit und Jugend in Straßburg. Ein Theologiestudium ab 1764 in Halle brach er ab und kehrte für sein Jurastudium 1767 nach Straßburg zurück. In 1770 lernte Wagner Goethe kennen. In dieser Zeit war Straßburg das Zentrum des Sturm und Drangs. Aus finanziellen Gründen brach er 1771 sein Studium ab.

Er arbeitete in 1773 und 1774 in Saarbrücken als Hofmeister. Danach gab er Privatunterricht und sich von schriftstellerischen Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Eines seiner ersten wichtigen Werke schuf Wagner in 1775 mit dem Namen „Die Reue nach der Tat“. Zusammen mit seinen Freunden Klinger und Lenz nannte man Wagner seinerzeit „Goethianer“, weil die drei Autoren zu Goethes engsten Freuden gehörten. Das Werk Wagners „Prometheus, Deukalion und seine Rezensenten“ aus 1775 in Versen verspottet die Gegner Goethes. Damit überwarf er sich mit Goethe.

Von 1776 studierte Wagner in Straßburg weiter und promovierte zum Dr. jur mit seiner Dissertation „De Aurea bulla“, eine Abhandlung über besondere Urkunden mit einem goldenen Siegel. Im selben Jahr entstand sein bedeutendstes Werk „Die Kindesmörderin“, ein Trauerspiel in sechs Akten, das er in 1778 in dem Werk „Evchen Humbrecht“ nochmal bearbeitete. Seinerzeit war die öffentliche Hinrichtung einer Kindesmörderin ein Thema unter den Juristen. Goethe nahm sich auch des Themas an in seinem Faust und erzählte Wagner von seinem Gretchen. Den Gedankenraub trug Goethe ihm allerdings nicht nach.

In seinen letzten Lebensjahren von 1776 bis 1779 lebte Heinrich Leopold Wagner in Frankfurt als Anwalt und Dichter. Die Literatur blieb ihm weiterhin wichtig neben der Juristerei. Er übersetzte eine programmatische Schrift Louis-Sébastien Merciers sowie Shakespeares Drama „Macbeth“. Den 1776 begonnenen Roman „Leben und Tod Sebastian Sillings“ vollendete er allerdings nicht mehr. In 1777 reiste Wagner nach Emmendingen zu Goethes Schwager. Seine Frau starb ein Jahr später und seine Schwester führte Ihn dann den Haushalt. Heinrich Leopold Wagner starb mit nur 32 Jahren in völliger Verarmung.

Inhaltsangaben:

 

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