Heizkörper bleibt kalt – daran kann es liegen

Heizkörper bleibt kalt

In den heimischen vier Wänden wollen Sie sich rundum wohlfühlen. Vor allen Dingen in der kühleren Zeit des Jahres ist es wichtig, dass die einzelnen Zimmer angenehm geheizt sind. So können Sie gemütliche Spieleabende mit der Familie verbringen oder einen romantischen Abend auf der Couch mit dem Partner. Ein echtes Ärgernis sind die Heizkörper, die nicht warm werden. Denn dadurch kühlt die Wohnung oder das Haus schnell herunter. Schon bald ist es nicht mehr gemütlich in den heimischen vier Wänden.

Aber keine Sorge, dieses Problem lässt sich in vielen Fällen ganz leicht in den Griff bekommen. Wer wissen will, was die Ursachen für die kalten Heizkörper sind, der sollte hier weiterlesen. Erfahren Sie im folgenden Text alles Wichtige zum Thema “Heizkörper bleibt kalt – daran kann es liegen”, sodass Sie ganz einfach gegen das Problem vorgehen können und schon bald wieder schön warme Räumlichkeiten haben.

Ursache 1: Die Heizung muss entlüftet werden

Eine moderne Heizung ist ein geschlossener Kreislauf. In ihrem System bringt das zirkulierende Heizungswasser die Hitze vom Heizkessel zu den Heizflächen. Mitunter ist es aber möglich, dass Luft in dieses System gelangt. Dadurch wird der Wärmetransport eingeschränkt. Die Folge ist, dass der Heizkörper kalt bleibt.
Um diesen Fehler zu beheben, müssen Sie nur den Heizkörper entlüften. Das gelingt ganz leicht und ist nicht mit Zusatzkosten verbunden. Sie verwenden dabei den passenden Entlüftungsschlüssel und ein Gefäß, in dem Sie die Flüssigkeit auffangen.

Es empfiehlt sich, sich zunächst den Heizkörper vorzunehmen, der am nächsten am Heizkessel angebracht ist. Von diesem ausgehend nehmen Sie sich die weiteren Heizkörper vor.

Zunächst deaktivieren Sie die Umwälzpumpe. So sorgen Sie für ein Herunterfahren des Systems, sodass das komplette Entlüften leichte durchführbar ist. Halten Sie eine kurze Pausenzeit ein und drehen Sie dann den Thermostat auf die höchste Stufe. Nun setzen Sie den Schlüssel am Entlüftungsventil des Heizkörpers an. Diesen entdecken Sie in den meisten Fällen am oberen Ende des Heizkörpers. Wichtig ist, dass Sie das Gefäß unter das Ventil halten, bevor Sie es öffnen. In dieses fließt das Heizungswasser ab.

Sobald keine Luft mehr aus dem Ventil kommt, sondern nur noch Wasser austritt, ist der Heizkörper vollständig entlüftet. Sie drehen das Ventil wieder zurück und schalten die Umwälzpumpe ein. Die Heizung benötigt nun einen kurzen Vorlauf und sollten dann wieder für wohlig warme Temperaturen im Raum sorgen.

Gut zu wissen: Das Entlüften der Heizung lohnt sich. Denn dadurch lässt sich auf einfache Art Energie einsparen. Ein Gluckern im Heizkörper deutet auf Luft in der Heizung hin.

Ursache 2: ein Defekt am Ventil

Sollte die Heizung auch nach dem Entlüften nicht wärmen, führen Sie einen weiteren Check durch. Dieser betrifft das Ventil. Über das Ventil wird der Durchfluss des Heizwassers geregelt. Somit wird hier auch bestimmt, wie viel Wärme die Heizung abgibt.

In der Sommerzeit werden Heizung lange Zeit nicht aktiviert. So kommt es zu Verschmutzungen, die ein Verklemmen nach sich ziehen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Thermostat zwar komplett geöffnet ist, sodass die Anlage arbeitet, die Heizung aber keine Wärme aufweist.

Nun ist es sinnvoll, das Ventil zu prüfen. Sie schrauben den Thermostatkopf ab, der über eine Mutter an das Ventil gekoppelt ist. Sie sehen den kleinen Stift nun im mittleren Bereich des Ventils. Dieser sorgt für den Durchfluss. Im funktionstüchtigen Zustand ist dieser Stift leicht zu bewegen. Wenn er allerdings fest sitzt, müssen Sie hier tätig werden. Sie ziehen eine Zange heran, und bewegen den Stift damit ganz vorsichtig ein wenig hin und her, bis er sich lockert. Den wieder beweglichen Stift schmieren Sie mit ein paar Tropfen Öl und bringen den Thermostatkopf wieder an.

Ursache 3: niedriger Druck

Eine dritte Ursache für ausbleibende Heizwirkung der Heizkörper kann zu niedriger Druck sein. Dieser ist die Folge von entwichenem Heizungswasser, das durch Verdunstung oder Leckagen auftritt. Ebenso kann ein defektes Ausdehnungsgefäß der Auslöser für zu niedrigen Druck innerhalb des Heizkörpers sein. Das warme Heizwasser kann damit nicht mehr die Hitze durch das System und die Rohrnetze zum Heizkörper transportieren.

Checken Sie am Wärmeerzeuger oder am Manometer den Druck. Er sollte bei circa 1,5 bar liegen. Ist der Druck niedriger, beauftragen Sie einen Fachmann mit der Neueinstellung der Heizung. So haben Sie bald wieder warme Räume.

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