Highest In – First Out in VWL leicht erklärt + Beispiel

Abgekürzt spricht man auch von HIFO und meint damit ein Verbrauchsfolgeverfahren, welches zum Ziel hat zu ermitteln, welche Anschaffungs- oder Herstellungskosten in das Umlaufvermögen einfließen. So lassen sich die aktuellen Bestände einfacher bewerten und wurden daher von der Bilanzpolitik anerkannt. Es verfolgt auch den Grundsatz der Bilanzkontinuität, was bedeutet, dass ein Unternehmen mit dieser Bewertungsmethode weiter arbeiten muss, sobald es einmal ausgewählt wurde. Dies dient zum einen der Transparenz der Unterlagen und zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit für auftretende Fehler geringer.

Die Eigenschaften von HIFO

Wie der Name der Methode vermuten lässt, verfolgt das Bewertungsverfahren das Vorgehen, dass Güter die zu höheren Preisen , egal ob selbst hergestellt oder fremd bezogen, im Lager bereit liegen zuerst verbraucht oder veräußert werden sollen. Daher auch der Name. Das höchste Gut sollte zuerst veräußert werden. Dadurch wird dann in der GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) ein höherer Gewinn dokumentiert, weshalb die verbliebenen Güter im Lager dann niedriger bewertet werden. Auch hier müssen die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung eingehalten werden, weshalb immer gleichartige Vermögensgüter betrachtet werden.

Ein Überblick über die wichtigsten Merkmale des HIFO Verfahrens:

  • Es handelt sich um eine Bewertungsmethode für Verbrauchsgüter
  • Dabei werden die Güter mit dem höchsten Preis zuerst veräußert
  • Das Verfahren ist im Steuerrecht nicht zugelassen
  • Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung müssen eingehalten werden

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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