Homo Faber – Inhaltsangabe / Zusammenfassung

Einleitung

Homo Faber ist ein Roman des Schweizer Autor Max Frisch. Der Roman wurde nach seiner Veröffentlichung im Oktober 1957 zu einem Bestseller und ist das bekannteste Prosawerk des Autors. Homo Faber wurde sehr oft übersetzt, außerdem für literaturwissenschaftlichen Untersuchungen verwendet und im Schulunterricht häufig behandelt. Es gibt auch eine Verfilmung von Volker Schlöndorff aus dem Jahr 1991.

Inhaltsangabe

Der Schweizer Ingenieur Max Faber fliegt vom Flughafen New York-LaGuardia im Auftrag der UNESCO nach Venezuela, dort muss er eine Montage überwachen. Durch Zufall trifft er den Deutschen Herbert Hencke, es stellt sich heraus, er ist der Bruder von Fabers Studienfreund Joachim. Dieser hatte Fabers Jugendfreundin Hanna geheiratet. Aber während dem Flug beginnt die Tragödie, zwei Motoren der Propellermaschine fallen aus und der Pilot muss sich zu einer Notlandung in der mexikanischen Wüste entscheiden. Die Passagiere haben Glück, sie werden nach ein paar Tagen aus der Wüste gerettet.

Danach verschiebt Max Faber seine Dienstreise und hilft Herbert seinen Bruder zu finden. Joachim Hencke arbeitet auf einer Plantage in Guatemala, aber seit einigen Monaten bekam Herbert keine Nachrichten von seinem Bruder. Wegen der schwülen Hitze geht die Suche langsam voran. Nachdem sie den Musiker und Hobby-Archäologen Marcel treffen, finden sie die Plantage, wo sie Joachim, er hatte sich erhängt. Sein Bruder bleibt aber auf der Plantage.

Max bleibt kurz in Caracas, fliegt aber weiter nach New York. Dort wartet seine Geliebte Ivy. Max spürt ihre Heiratsabsichten, deswegen verlässt er sie und reist per Schiff nach Europa.

Max Faber lernt dort die junge Elisabeth, er nennt sie Sabeth, kennen. Er verliebt sich sofort in sie, weil sie ihn an Hanna, seine erste Liebe, erinnert. Deshalb möchte er immer in Sabeths Nähe sein. An seinem fünfzigsten Geburtstag und dem letzten Abend an Bord, macht er ihr einen Heiratsantrag. Diesen beantwortet sie aber nicht. Nach ihrem Abschied in Paris besucht er regelmäßig den Louvre, obwohl er an der Kunst kein Interesse hat. Plötzlich begegnet er Sabeth wieder und er beschließt, sie auf ihrer Heimreise nach Athen zu ihrer Mutter z. Die Reise geht durch Südfrankreich, Italien und Griechenland. In Avignon sind sie von der Mondfinsternis so beeindruckt, dass sie eine romantische Nacht zusammen erleben. Nachdem Max erfahren hat, dass Sabeth seine Tochter ist, scheitert er an der einfachen Rechnung, aus dem Alter von Sabeth den Zeugungstermin zu bestimmen. Deshalb kann er auch nicht erkennen, dass Sabeth seine Tochter ist.

Faber bekam 1936 eine Stelle als Ingenieur in Bagdad und Hanna sagte ihm, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Max konnte sich aber nicht darüber freuen, deshalb entschieden sie sich zu einem Schwangerschaftsabbruch. Aber Hanna konnte es nicht und bekam Max Kind. Sie wollte Max auch nicht mehr heiraten, weil sie keine Liebe, sondern nur Pflichtgefühl fühlte. Max wollte sie heiraten, damit Hanna wegen ihrer jüdischen Abstammung in die Schweiz emigrieren konnte. Stattdessen heiratete sie seinen Freund Joachim, Elisabeth dachte ihr Leben lang, dass er ihr Vater ist.

Aber die inzestuöse Liebesgeschichte zwischen Sabeth und Max endet dramatisch. Sabeth wird von einer Schlange gebissen, als Max nackt zu ihr kommt, um ihr zu helfen, weicht sie ängstlich zurück und fällt rücklings über eine Böschung. Sie schlägt mit dem Hinterkopf auf und ist bewusstlos.

Faber fährt mit ihr nach Athen, er trifft Hanna und erfährt, dass Sabeth seine Tochter ist. Elisabeth erhält eine Spritze mit einem Serum gegen das Schlangengift, scheinbar geht es ihr besser. Plötzlich stirbt sie an der nicht behandelten Kopfverletzung, weil Faber sie bei der Untersuchung nicht angegeben hatte.

Max Faber möchte bei Hanna bleiben und sie heiraten. Vorher macht er aber seine letzte große Reise. Nachdem er in New York erfährt, dass seine Wohnung bereits verkauft ist, besucht er Herbert auf der einsamen Plantage. Max kann ihn aber nicht zur Heimkehr überreden.

Während einem längeren Aufenthalt in Caracas entsteht der erste Teil seines Berichts. Anschließend bleibt er vier Tage in Havanna, dort erfasst ihn eine unbekannte Lebenslust. Er erkennt seine Beschränktheit der Weltanschauung und ändert sein Leben, außerdem kündigt er bei der UNESCO.

Seine Reise ist überschattet von dem Tod seiner Tochter und seinem nahen Sterben.

Fabers verdrängtes Magenleiden macht sich jetzt sehr oft bemerkbar, nach einer Untersuchung erhält er die Diagnose Magenkrebs. Als er in ist, lässt er sich operieren. An diesem Tag bricht der Bericht ab.

Zusammenfassung

Der Roman ist in zwei Teile/ Stationen gegliedert. Im ersten Teil erzählt er von seiner Krankheit im Hotelzimmer in Caracas. Er rekonstruiert die Ereignisse ab seinem verspäteten Abflug in New York bis zum Tod seiner Tochter.

Den zweiten Teil schreibt Faber während seinem Spitalaufenthalt und endet mit seinem Operationstermin.

In Rückblenden erinnert sich Max Faber an seine Schiffsreise, bei der er Sabeth kennengelernt und verliebt hatte. Als er sich von Sabeth in Paris verabschiedet hatte, trifft er sie im Louvre wieder.

Er beschließt, Sabeth nach Athen zu begleiten. Als sie in sind, erleben sie ihre erste und letzte Liebesnacht. Denn in Athen trifft er seine Jugendliebe Hanna, von ihr erfährt er, dass Elisabeth seine Tochter ist. Hanna hatte ihn damals verlassen, als sie mit Sabeth schwanger war. Obwohl Hanna und Max sich für eine Abtreibung entschlossen hatten, bekommt Hanna sein Kind. Sie heiratet seinen Freund Joachim und Elisabeth denkt, er ist ihr Vater. In Griechenland passiert das Unglück, dass Fabers Leben verändert. Sabeth wird von einer Schlange gebissen. Als Max zu ihr kommt, weil er ihr helfen möchte, stürzt sie von einer Böschung und schlägt mit dem Hinterkopf auf. Sie ist sofort bewusstlos. Max fährt mit ihr sofort nach Athen, sie bekommt ein Serum gegen Schlangengift. Eine kurze Zeit geht es ihr besser, sie stirbt aber plötzlich an ihrer Kopfverletzung. Diese hatte Faber aber nicht bei der Untersuchung erwähnt.

Er wollte bei Hanna bleiben und sie heiraten. Aber vorher möchte er noch eine große Reise machen. Er fliegt zu Herbert auf die Plantage und möchte ihn zur Heimkehr überreden, Herbert möchte aber nicht weg von der Plantage. Als er einen längere Zeit in Caracas lebt, entsteht sein der erste Teil seines Berichts.
In Havanna erfasst in eine unbekannte Lebenslust und er verändert sein Leben. In Athen erhält er die Diagnose Magenkrebs, er lässt sich Operieren.
Damit endet der Roman, es ist ein offener Schluss. Denn der Leser erfährt nichts über den Ausgang der Operation.

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