Hupen innerorts und außerorts – wann ist das erlaubt? Aufklärung

Hupen innerorts und außerorts - wann ist das erlaubt

Hupen innerorts und außerorts:

Jedes Auto oder Kraftfahrzeug ist mit einer Hupe ausgestattet. Dennoch darf sie nicht beliebig, sondern nur unter bestimmten Umständen benutzt werden. Wenn ein Autofahrender ohne ersichtlichen Grund auf die Hupe drückt, so kann die nicht sachgerechte Nutzung mit einem Bußgeld belegt werden. In der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist genau geregelt, bei welchen Gelegenheiten das Hupen zugelassen ist. Hier wird zwischen inner- und außerörtlichem Hupen differenziert.

Die Funktion der Hupe gilt als Warnzeichen. Sowohl die akustische als auch die Lichthupe können zu diesem Zweck betätigt werden. Es ist das Ziel der Straßenverkehrsordnung, einen Missbrauch des Warnsignals zu unterbinden. Andere Teilnehmende im Straßenverkehr dürfen vom Hupen weder irritiert noch verunsichert werden. Ablenkung während der Autofahrt stellt ein Risiko für Unfälle dar. Darüber hinaus soll eine Belästigung von Anwohnern durch übermäßiges Hupen vermieden werden. Aus diesen Gründen wurden diesbezüglich Regeln aufgestellt, welche allgemein gültig sind. Unter das Regelwerk fallen die Nutzungen von Licht- und Schallhupe.

Wo ist Hupen innerorts erlaubt?

Akustisches Hupen oder auch die Lichthupe sind ausschließlich Notfällen vorbehalten.
Laut StVO ist die Nutzung der Hupe nur dann zulässig, wenn der Fahrzeugführende eine akute Gefahrensituation für sich und/oder für andere erkennt. Beim Überholen innerhalb einer Stadtgrenze ist das Hupen nicht erlaubt. Darüber hinaus darf eine Hupe nicht eingesetzt werden, um andere Fahrzeugfahrende zu einer schnellen Fahrweise zu nötigen. Das akustische Warnen vor Radarfallen steht ebenfalls nicht im Einklang mit dem Verkehrsrecht, denn hier liegt keine Gefährdung Dritter vor.

Wo ist Hupen außerorts erlaubt?

Außerhalb einer Ortschaft (während einer Überlandfahrt oder auf der Autobahn) darf gehupt werden, um einen Überholvorgang beziehungsweise einen Spurwechsel anzukündigen. Durch das Signal der Hupe werden andere Verkehrsteilnehmenden rechtzeitig darauf hingewiesen und mitunter gewarnt. Zudem rechtfertigt eine potentielle Gefahr das Benutzen einer Hupe. Sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Stadtgrenze werden Lichthupensignale oft angewendet, um anderen Fahrenden Vorfahrt einzuräumen. Entgegen der verbreiteten Praxis stuft die Straßenverkehrsordnung auch dieses Verhalten als unzulässig ein.

Hinweis: Inner- wie außerorts darf die Hupe eine bestimmte akustische Grenze nicht überschreiten. Laut Straßenverkehrsordnung liegt sie bei etwa 105 Dezibel. Welche Arten von Hupen im Verkehr erlaubt sind, wird ebenfalls durch die StVO festgelegt. Zu den erforderlichen Kriterien gehört unter Anderem die folgende Regel: Beim einmaligen Betätigen darf tatsächlich nur ein einziges Hupen zu hören sein. Varianten, bei denen ein mehrfaches Hupen erklingt, sind im Straßenverkehr verboten.

Überdies ist es durchweg untersagt, einen anderen Autofahrer mittels Hupe zur Beschleunigung aufzufordern. Dasselbe gilt bei wiederholtem, willkürlichen Hupen. Trotz der gesetzlichen Richtlinien ist es mitunter schwierig, zwischen sachgemäßem und rechtswidrigem Verhalten zu unterscheiden. Nicht jede Gefahr ist als solche ersichtlich. Überdies kann die Gefährlichkeit einer Situation rein subjektiven Einschätzungen unterliegen.

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