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i.A. Abkürzung im Brief – was bedeutet sie & was sollte man wissen?

  • by Anatoli Bauer
i.A. Abkürzung im Brief - was bedeutet sie & was sollte man wissen

Um einen Brief kürzer zu fassen und ihn auch schneller schreiben zu können, ist es eine gute Variante, Abkürzungen zu verwenden. Dabei ist es allerdings zwingend notwendig, dass sowohl der Absender als auch besonders der Empfänger die Bedeutung der Abkürzung kennen und nicht nur versuchen die richtige Bedeutung zu erraten. Zwei besonders wichtige Abkürzung hierbei sind i. A. und i. V., da diesen im Falle eines Rechtsstreites sogar eine rechtliche Bedeutung zu kommen.

i. A. – im Auftrag

Eine Abkürzung, die man zwar oft liest, die meisten Leute aber nicht genau wissen, was sie bedeutet und wann sie verwendet wird. Genutzt wird die Abkürzung i. A. (im Auftrag) hauptsächlich von Behörden, Unternehmen und öffentliche Verwaltungen. Denn bei Schreiben von diesen, muss es immer einen Hinweis geben, welche Person, wie Mitarbeiter oder Beamter, das Textstück verfasst hat und welche Kompetenzen dieser hat, um die Institution nach außen zu vertreten. Dabei ist es egal, ob es sich um einen klassischen Brief, ein Fax oder eine E- mail handelt. Die Abkürzung i. V. („in Vollmacht“ beziehungsweise „in Vertretung“) ist in diesem sinne sehr ähnlich, hat aber Rechtlich eine andere Relevanz.

Rechtliche Bedeutung

Tatsächlich hat die Abkürzung i. A. (im Auftrag), sowie i. V. („in Vollmacht“ oder auch „in Vertretung“) sogar eine Rechtliche Relevanz. Denn diese Abkürzungen geben bei Rechtsstreitigkeiten ganz klar wieder, wer das Textstück verfasst hat. Bei der Verwendung von i. V. hat der Mitarbeiter dafür im Normalfall eine schriftliche Vollmacht, oder zumindest eine schriftliche Anweisung zum verfassen des Textes bzw. meistens zur Bearbeitung des dementsprechenden Aufgabenbereiches. Bei der Nutzung der Abkürzung i. A. kann dies auch so sein, ist aber nicht erforderlich. In der Regel handelt es sich hierbei um den normalen Aufgabenbereich des Mitarbeiters, der, wenn überhaupt, im Arbeitsvertrag festgelegt ist. Geregelt ist die Rechtliche Bedeutung der Abkürzungen i. V. und i. A. in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Um sicherzugehen, dass Briefe die man an spezielle Mitarbeiter in einem Unternehmen oder einer Behörde schickt, auch beim richtigen Mitarbeiter ankommen, sollte man die Abkürzung z. H. – „zu Händen“ verwenden.

Diese Abkürzung wird bei der Zustelladresse zwischen Namen und Straße als eigene Zeile eingefügt. Dies empfiehlt sich besonders, wenn der Brief an ein größeres Unternehmen geht. Sollte der dort genannter Mitarbeit zum Beispiel Krank oder im Urlaub sein, kann es sein, dass der Brief trotzdem von seiner Vertretung geöffnet, gelesen und möglicher Weise sogar beantwortet wird Auch dabei wird der Mitarbeiter die Abkürzung i. A. (im Auftrag) oder i. V. (in Vertretung/ in Vollmacht) verwenden und unter sein Schriftstück setzen. Möchte man, dass der Brief nur vom, in der Anschrift erwähnten, Empfänger geöffnet wird, sollte man zusätzlich noch den Hinweis „persönlich“ oder die Abkürzung „pers.“ auf den Brief schreiben.

Sie sehen, hinter der Abkürzung i. A. steck wesentlich mehr, wie man am Anfang vermutet.

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