Immaterielle Vermögensgegenstände in ReWe leicht erklärt

Immaterielle Vermögensgegenstände gelten als der Teil des Anlagevermögens, welcher nicht „greifbar“ ist. Dazu zählen Schutzrechte, wie Patente und Warenzeichen, Lizenzen, Software und Geschäfts- und Firmenwerte.

Aktivierung von Vermögensgegenständen

Es gilt nach § 246 Abs. 1 Satz 1 HGB eine allgemeine Aktivierungspflicht für Vermögensgegenstände, was immaterielle Vermögengegenstände miteinbezieht. So hat ein Unternehmen, welches eine Software und ein Patent in einer Gesamthöhe von 25.000€, diese nach § 266 Abs. 2 A.I. 2. HGB unter dem Bilanzposten „entgeltlich erworbene Konzession, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten“ zu aktivieren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB dem Aktivierungswahlrecht unterlegen. Für geschaffene Marken Drucktitel, Verlagsrechte oder Kundenlisten existiert nach § 248 Abs. 2 Satz 2 HGB ein explizites Bilanzierungsverbot.

Bilanzausweis und Bewertung

Kapitalgesellschaften haben immaterielle Vermögensgegenstände nach § 266 Abs. 2 A.I. HGB nachzuweisen. Die Entwicklung in einem Geschäftsjahr ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Abschreibung erfolgt mit Hilfe der planmäßigen Abschreibung, da sie in der Regel einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen. Die Regelung des § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB sieht jedoch vor, dass wenn eine Nutzungsdauer nicht zuverlässig geschätzt werden kann, die planmäßige Abschreibung auf 10 Jahre festzulegen ist. Weiterhin kann, wegen des für das Anlagevermögen geltende gemilderte Niederstwertprinzips, eine außerplanmäßige Abschreibung notwendig sein.

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