In 5 Schritten den perfekten Aufsatz schreiben – Aufbau & Tipps

Im Deutschunterricht, in Geschichte oder in der Wissenschaft, du wirst immer wieder einen Aufsatz schreiben müssen.

Mit fünf Schritten und einem freien Kopf den perfekten Aufsatz schreiben

Die Vorbereitung

Bevor du mit dem Schreiben beginnst, überlege dir was du in deinem Aufsatz aussagen willst. Mach dir ein Bild davon, was in deiner Einleitung, im Hauptteil und im Schluss stehen soll. Ist das Thema bereits vorgegeben, kannst du dich sofort mit der Thematik und der Aufgabenstellung auseinandersetzen.

Es wird dir gesagt, ob du eine Inhaltsangabe, eine Erörterung oder eventuell eine Interpretation schreiben sollst. Anders ist es bei Hausaufgaben, hier geben dir die Lehrer manchmal die Möglichkeit, dir das Thema selbst auszudenken. Such dir einen Stoff bei dem du dich auskennst. Es fällt dir um einiges leichter über etwas zu schreiben, an dem du auch Interesse hast. Anschließend überlege, welche Informationen du für dein Thema brauchst. Sortiere deine Gedanken und schreibe sie stichpunktartig nieder.

Sollst du einen vorliegenden Text behandeln, dann ist es sehr wichtig, dass du ihn mehrmals durchliest, bevor du mit dem Schreiben anfängst. Suche anschließend nach sprachlichen Auffälligkeiten und achte auf rhetorische Stilmittel und überlege dir welche Bedeutung sie haben könnten. Mit der Hilfe einer Mind Map wird es dir leicht fallen, die Stichpunkte zu strukturieren. Fällt die die sprachliche Bedeutung bei manchen Textstellen nicht ein, ist das nicht schlimm. Nimm dir die Dinge vor, die du herauslesen kannst und die dir einfallen. Besser du analysierst weniger Stilmittel und erklärst die Bedeutung des Textes mit wenigen Worten und einer hohen Aussagekraft. Dadurch kannst du deine Texte verdichten. Hast du dich mit dem Thema gut vertraut gemacht und deine Stichpunkte geordnet, wird es Zeit mit dem Schreiben zu beginnen.

Die Gliederung des Aufsatzes

In der Einleitung solltest du kurz darauf eingehen, welches Thema du im Aufsatz behandelst. (Gedichtinterpretation, Erörterung, Inhaltsangaben usw.) Dazu gehört auch eine kleine Inhaltsangabe und wichtige Informationen zu dem Text mit dem du arbeitest. Du nennst den Autor und das Erscheinungsjahr. Achte darauf, dich so kurz wie möglich zu halten! Mehr als fünf bis zehn Prozent deines gesamten Textes sollte die Einleitung nicht einnehmen.

Der Hauptteil: Im Hauptteil thematisierst du, was du zu der vorgeschriebenen Aufgabe zu sagen hast. Es ist der wichtigste Teil des Aufsatzes. Die wichtigsten Handlungen, alle Deutungen und Erklärungen werden hier interpretiert und Figuren charakterisiert. Im Hauptteil sollst du sprachliche Auffälligkeiten analysieren. Deine eigene Meinung solltest du in diesem Teil noch nicht benennen.

Der Schluss: Hier fasst du deine Erkenntnisse aus dem Hauptteil kurz zusammen. In diesem Teil kannst du auch deine eigene Meinung preisgeben. Das Ende darf nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des gesamten Textes ausmachen. Du sollst hier keine neuen Erkenntnisse präsentieren. Runde deinen Aufsatz mit einem kurzen, klugen Schlusssatz ab.

Die häufigsten Aufsatzarten

Die Interpretation: Darunter ist die Auslegung eines Textes zu verstehen. Es ist immer ein vorgegebener Text vorhanden, wie zum Beispiel ein Gedicht, ein Theaterstück oder ein Roman oder eventuell auch eine Kurzgeschichte. Bei einer Interpretation, muss sich die zu interpretierende Stelle in den Zusammenhang einordnen lassen. Es werden besonders sprachliche Mittel eingesetzt. Bei Gedichten wird über die Zeit und den Ort an dem das Ereignis stattfand informiert. Auch der Autor wird nicht außer Acht gelassen.

Eine Interpretation wird entweder chronologisch oder thematisch aufgebaut. Entscheidest du dich für eine chronologischen Ordnung, dann gehst du der Reihe nach alle Vorgänge durch, die im Text aufscheinen. Anders bei der thematischen Ordnung, hier bildest du Themenblöcke, diese werden hintereinander bearbeitet. Du benennst dabei nicht bloß einzelne Punkte, sondern analysierst auch immer.

Wie schreibt man eine Erörterung?

Bei einer Erörterung handelt es sich um eine Stellungnahme zu einem Thema oder auch zu einer Frage. Du unterscheidest zwischen der textgebundenen und freien Erörterung. In der Einleitung formulierst du bei beiden Formen deine Hauptfragestellung, im Hauptteil erörterst du dann deine Argumente die dafür oder dagegen sprechen. Du brauchst für jedes Argument eine These( Kinder aus sozial schwachen Familien haben schwache Bildungschancen) zur Einleitung, und festigst diese anschließend mithilfe von Beispielen (Eltern können keine Nachhilfe bezahlen). Am Schluss fasst du die Ergebnisse deiner Fragestellung zusammen, bietest eine Lösung an und rundest deine Gedanken ab.
Bei einer textgebundenen Erörterung liegt dir der Text vor, eine bestimmte Fragestellung und verschiedene Argumente sind bereits vorhanden. Dabei ist wichtig, dass du die sprachlichen Mittel herausfilterst, deine Argumente schlüssig aufgebaut und verständlich dargestellt sind. Dazu sollst du deine Thesen und Argumente mit Beispielen unterlegen und eine eigene Meinung dazu abgeben.

Die Charakterisierung

Bei einer Charakterisierung beschreibst du das Verhalten, die Gedanken und die eigentlichen Merkmale einer Person. Du versuchst darüber Rückschlüsse über deren Charaktereigenschaften zu ziehen. Dabei beachtest du auch das äußere Erscheinungsbild und die soziale Situation, sowie die Denkweise der Figur und bündelst ihre Merkmale und zeigst dabei die Innenwelt ihres Charakters auf. Am Ende kannst du eine eigene Einschätzung abgeben. Eine Charakterisierung bearbeitest du immer von Außen nach Innen. Das bedeutet zuerst kommen die äußeren Merkmale und dann bewegst du dich in kleinen Schritten auf das Innerste zu.

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