Inferiores Gut in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist ein Inferiores Gut?

Ein inferiores Gut ist eine Ware, bei der, obwohl der Verdienst steigt, die Nachfrage niedriger wird (die Elastizität des Einkommens fällt nachteilig aus, der Einkommenseffekt ist allerdings positiv). Wenn man sich dieses Modell zum ersten Mal anschaut, wird es einem sicherlich komisch vorkommen, da man sich ja eigentlich bei einer Verdienststeigerung auch mehr Waren gönnen kann.

Das Wort „inferior“ beschreibt auch kein Attribut der Ware, sondern es definiert vielmehr, wie die Waren auf Erhöhungen des Verdienstes reagieren.

Nachstehend werden ein paar Beispiele hinsichtlich inferiore Güter aufgeführt:

Wenn der Verdienst erhöht wird, kann es sein, dass

• die Anzahl der Wohnungsinteressenten sinkt, sich dafür aber immer mehr Verbraucher für ein Haus interessieren.,

• man weniger Bier kauft, dafür aber mehr Wein gekauft wird,

• man sich für Bioeier entscheidet und dieserhalb immer weniger Eier aus Bodenhaltung kauft,

• man weniger Schokolade kauft und sich dafür für Pralinen entscheidet,

• die Nachfrage zu Champagner, im Gegensatz zu der Nachfrage nach Sekt, steigt usw.

Die Verbraucher tauschen also preiswertere Waren durch hochwertigere Waren aus, wenn sie mehr Verdienst zur Verfügung haben, wodurch die Nachfrage nach den ausgetauschten, inferioren Waren sinkt.

Durch die oben genannten Beispiele wird einen nunmehr verdeutlicht, dass die inferioren Waren nicht so außergewöhnlich sind.

 

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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