Inflation in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was kann man unter einer Inflation verstehen?

Die Inflation ist eine Steigerung des Preises innerhalb eines Jahres im Vergleich zum Vorjahr; wodurch der Wert des Geldes niedriger wird (Geldentwertung). Man kann sie mit der sogenannten Inflationsrate für einen speziellen Warenkorb ausmachen (siehe bitte auch Laspeyres-Preisindex).

Beispielsweise sieht eine Inflation wie folgt aus:

Im Jahr 2011 hat man für den Warenkorb 100,00 Euro bezahlt und im Jahr 2012 102,00 Euro. Die Inflationsrate beträgt somit (102 – 100) / 100 = 0,02 = 2 %. Die Inflation ist denn dafür verantwortlich, dass die Kaufkraft weniger wird: in 2012 bekommt man für 100,00 Euro weniger Waren als im Jahre 2011.

Diese wirkt sich dann unterschiedlich aus:

• Die Buchführung führt eine sogenannte Nominalrechnung durch, d. h. es findet keine Berücksichtigung des Verlustes der Kaufkraft statt;

• wenn bei einem Vermögen lediglich eine Verzinsung von 2 % stattfindet, dann gewinnt der Anleger gar nichts: er bekommt zwar hinsichtlich seines angelegten Vermögens von 100,00 Euro nunmehr im nächsten Jahr 102,00 Euro heraus, allerdings hat sich an der Kaufkraft nichts geändert, so dass die Realverzinsung bei 0 % bleibt.

Die Inflationsrate kann aber auch negative Angaben aufweisen (negative Inflation). Dies kommt vor, wenn das Preisniveau niedriger geworden ist. Wenn dies über einen längeren Zeitraum der Fall ist, wird dies auch als Deflation bezeichnet.

Mögliche weitere Begriffe hierfür sind auch: Entwertung des Geldes, Steigerung des Preises, Teuerung, Preissteigerungsrate sowie Teuerungsrate.

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