Innergemeinschaftliche Lieferung im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Unter innergemeinschaftlichen Lieferungen (innerhalb der EU § 6a UStG) versteht man Lieferungen, die von der Umsatzsteuer befreit werden, sofern sie die Voraussetzungen dafür erfüllen (§ 6a UStG nach § 4 Nr. 1b)

Beispiel innergemeinschaftliche Lieferung

Ein Dortmunder Unternehmen sendet Waren (im Wert von 1.000€ netto) an ein in Paris ansässiges Unternehmen. Diese Warenlieferung ist umsatzsteuerfrei (Hinweis auf Steuerbefreiung muss in der Rechnung enthalten sein § 14 Abs. 4 Nr. 8 UStG).

Dennoch muss das Pariser Unternehmen, den innergemeinschaftlichen Erwerb, der französischen Umsatzsteuer unterziehen. Diese Vorsteuer kann das Unternehmen aber dann wieder ganz normal als Vorsteuer ziehen.

Für eine innergemeinschaftliche Lieferung gilt, dass der Abnehmer keine private Person sein darf. Es muss sich um einen Unternehmer, beziehungsweise um eine juristische Person handeln. Als Ausnahme gilt lediglich der Erwerb eines Fahrzeugs. Ferner muss der Gegenstand aus dem Ursprungsland, dort auch der Umsatzbesteuerung unterliegen.

Laut § 6a Abs.2 UStG gilt als weitere Voraussetzung für eine innergemeinschaftliche Lieferung, dass die erfüllten Voraussetzungen auch nachgewiesen werden müssen. Nach § 17a UStDV geschieht dies vor allem zwecks eines Doppels der Rechnung, einer Gelangensbestätigung.

Laut § 17c UStDV wird ein buchmäßiger Nachweis verlangt. Das bedeutet, dass die erfüllten Voraussetzungen aus der Buchführung hervorgehen und sie einfach nachzuprüfen sind. Hierzu zählt insbesondere die Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Kunden beziehungsweise des Abnehmers.

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