Innergemeinschaftlicher Erwerb im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Nach § 1 Abs. 1 Nr. 5 UStG zählt der innergemeinschaftliche Erwerb im Inland zu den steuerbaren Umsätzen. Genaue Voraussetzungen für diesen innergemeinschaftlichen Erwerb gegen Entgelt sind in § 1a UStG geregelt.

Beispiel innergemeinschaftlicher Erwerb

Der eingetragene Kaufmann Moritz Müller hat eine Motorradhandelskette in Frankfurt. Er kauft 100 Motorräder für jeweils 100€ netto pro Stück von einem großen italienischen Motorradhersteller. Die Motorräder kommen dabei aus einem EU-Mitgliedsstaat (Italien) in einen anderen Mitgliedsstaat (Deutschland). Der Erwerber (e.K. Moritz Müller) hat ein Unternehmen und die Lieferung an ihn wird durch einen italienischen Unternehmer gegen ein Entgelt geliefert (§1a Abs. 1 Nr. 1-3 UStG). Somit handelt es sich um einen Umsatz der steuerbar ist. Das zu begleichende Entgelt (§ 10 Abs. 1 Satz 1 UStG) für die Motorräder unterliegt der Umsatzsteuer von 19% (§ 12 Abs. 1 UStG).

Moritz Müller muss durch den innergemeinschaftlichen Erwerb eine Umsatzsteuerrechnung von 1.900€ begleichen und ist dazu befähigt, die Summe als Vorsteuer zu ziehen (§ 15 Abs. 1 Nr. 3 UStG). Dabei ist der innergemeinschaftliche Erwerb der Motorräder umsatzsteuerlich genauso hoch, wie der Erwerb dieser im Inland. In beiden Fällen müssen 19% Umsatzsteuer gezahlt werden.

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