Intensive & extensive Landwirtschaft – was ist der Unterschied?

Intensive & extensive Landwirtschaft

Intensive Landwirtschaft

Bei der Intensiven Landwirtschaft versucht man, den Ertrag pro Flächeneinheit zu maximieren. Hier kommen verschiedene Faktoren zum Einsatz, die einen höheren Ertrag versprechen. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie eine gezielte Bewässerung, um das Wachstum zu optimieren. Es geht darum, die vorgegebene Fläche bestmöglich zu bewirtschaften und den Ertrag gemessen an der Arbeitszeit- und kraft sowie der Fläche zu steigern.

Technische und wissenschaftliche Entwicklungen unterstützen diesen Prozess. Eine typische Intensive Landwirtschaft ist beispielsweise auch die Massentierhaltung oder auch ein Betrieb mit Monokulturen. Die Pflanzenzucht wurde so weiterentwickelt durch Gentechnik und Sortenauswahl, dass sie möglichst widerstandsfähig und leistungsfähig wird. Auch die Böden sollen möglichst fruchtbar sein. Pestizide werden verwendet, um die Pflanzen vor einem Befall von Ungeziefer zu schützen und Unkraut auszumergeln.

Da grundsätzlich das Angebot an Flächen knapp ist und sich auch nicht jeder Boden für die Bewirtschaftung eignet, geht der Trend grundsätzlich eher Richtung Intensive Landwirtschaft. Wenn man diesen begrenzten Ressourcen die Möglichkeiten der Intensiven Landwirtschaft wie Maschinen, Pflanzenschutzmittel oder Dünger gegenüberstellt, wird deutlich, dass die Kapazitäten in diesem Bereich größer sind. Zudem steigt auch der Nahrungsmittelbedarf stetig, so dass schnell viel nachproduziert werden muss.
Intensive Landwirtschaft bringt aber auch einige Nachteile mit sich. So werden die Böden langfristig durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schwer belastet.

Gleiches gilt auch für die Erträge. Wettbewerbsfähig ist nur noch derjenige, der über eine große und günstig gelegene Flächen verfügt sowie über genügend Kapital. Betriebe, die dem Fortschritt hinterherhinken, bleiben auf der Strecke. Lebensräume werden zerstört, die Artenvielfalt schwindet und es kommt zu Versteppungen und Wasserverschmutzungen. Nicht zuletzt sorgt auch die Belastung mit Pestiziden für einen Anstieg der Krankheitsrate, da sie sowohl krebserregend sein können als auch zu neurologischen Problemen sowie Fortpflanzungsproblemen führen können-

Extensive Landwirtschaft

Ein Merkmal der extensiven Landwirtschaft ist, dass die Flächeneinheiten eines Bodens nicht sehr stark bebaut werden. Auch sind der Kapitaleinsatz und die Arbeitskraft pro Flächeneinheit vergleichsweise gering. Hier erzielt man eine Ertragssteigerung nicht über die vollständige Ausschöpfung einer Fläche, sondern nur über möglichst viele Flächen bzw. ein großes Areal. Allerdings sind die Renditen dann meist auch geringer. Meist bleiben die Flächen naturbelassen und der Mensch greift nur wenig ein.

Zu den klassischen Formen der extensiven Landwirtschaft gehören beispielsweise die nomadische Landnutzung, die Wanderfeldwirtschaft oder die Sammlerkultur. Die Schaf- und Rinderhaltung auf großen Weideflächen wäre ein weiteres Beispiel. Im Bereich der Extensiven Landwirtschaft kann meist von einem besseren Tierschutz ausgegangen werden.

Auch sind die Endprodukte meist weniger belastet, da hier kaum auf Dünge und Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen wird. Dies gilt auch für den Umweltaspekt hinsichtlich der Belastung der Böden. Zudem werden in der Regel keine Drainagen eingesetzt sowie spezielle Be- und Entwässerungssysteme. Gleiches gilt für Deiche oder Flussbegradigungen. Die natürlichen Gegebenheiten bleiben in dieser Hinsicht unangetastet.

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