Interne Zinsfußmethode in BWL leicht erklärt + Beispiel

Die internen Zinsfußmethoden gehören zu den dynamischen Investitionsrechnungen.
Bei einer Kapitalwertmethode hat man nun gesehen, dass eine Investition nur dann vorteilhaft sein kann, wenn dieser Kapitalwert von einer Zahlungsreihe von einer Investition am Ende auch positiv ausfällt.

Dieses Ergebnis ist ein positiver Kapitalwert von rund 100.000 €, dieser hat jedoch einen Nachteil, er ist nicht griffig: sein Kapitalwert ist also positiv. Was sagt nun die Höhe vom Kapitalwert aus?

Es ist griffiger, intuitiver, verständlicher als eine Aussage wie: eine Investition hat eine bestimmte Rendite von 20 Prozent oder: eine Investition wird verzinst mit 20 Prozent. In so einem Fall ist sofort klar: das dieses anscheinend ein lohnendes Projekt ist.
Ein interner Zinsfuß von einer Investition liegt also dort, wo ein Kapitalwert gleich null ist.
Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, einen internen Zinsfuß zu ermitteln: mithilfe einer Formel oder mit einer entsprechenden Funktion in einer Tabellenkalkulation.
Interne Rendite, interner Zins, interne Verzinsung, interner Zinssatz, interner Zinsfuß sind einige andere Bezeichnungen für Zinsfußmethode.

Ein Zinsfuß Beispiel

Beispiel Nr. 1:

Angenommen, es werden im Zeitraum X 100.000 € in eine bestimmte Anleihe investiert, mit einer 2-jährigen Laufzeit, welche zu 5 Prozent pro Jahr verzinst ist.
Die Zinsen werden nun jeweils am Ende von Jahr ausbezahlt.
Die Anleihe also verzinst sich also mit 5 Prozent, dieses ist nun der interne Zinsfuß.
Wir können nun die obige Aussage, dass ein interner Zinsfuß dann vorliegt, wenn ein Kapitalwert gleich null ist.

Wenn man nun die Barwerte (-100.000 + 4.762 + 95.238) zusammen addiert, erhält man nun einen Kapitalwert 0.

Beispiel Nr. 2:

In einem Normalfall ist die Zahlungsreihe gegeben und ein interner Zinsfuß muss dann erst berechnet werden.

Auch interessant:  Ewige Rente mit einer Wachstumsrate in BWL leicht erklärt + Beispiel

Angenommen nun, die obigen Zahlungswerte sind gleich gegeben, aber der interne Zinsfuß ist nicht bekannt.
In diesem Fall wird nun mit jeweils 2 Versuchszinssätzen gerechnet, wobei nun einer einen positiven und ein anderer einen negativen Wert ergeben soll. Wir rechnen nun hier zum Versuch mit 3 Prozent sowie auch mit 7 Prozent.
Addiert man nun die Barwerte (-100.000 + 4.854 + 98.972) zusammen, so erhält man am Ende einen positiven Wert von 3.826.
Nun aber einmal mit 7 Prozent gerechnet:
Addiert man nun die Barwerte (-100.000 + 4.673 + 91.711) zusammen, so erhält man am Ende einen negativen Wert von -3.616.
Deswegen setzt man die Versuchszinssätze (in eine Dezimalschreibweise: 0,03 anstatt 3 Prozent) und auch die berechneten Kapitalwerte in die Formel ein, welche eine Interpolation vornimmt:

Die Wiederanlageprämisse

Die Methode vom Zinsfuß geht nun unrealistischerweise davon aus, dass während einer Projektdauer alle anfallenden Überschüsse sich wiederum ebenfalls mit dem jeweiligen internen Zinsfuß verzinsen, Aber damit dies realistisch wäre, bräuchte man aber ein anderes Investitionsprojekt, welches dann denselben internen Zinsfuß hat, in das man auch die Zahlungsüberschüsse vom ersten Projekt wieder investieren kann.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here