Inventar in ReWe leicht erklärt + Beispiel, Formel & Definition

Grundlagen des Inventars

Als Inventar wird ein Bestandsverzeichnis definiert, welches sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden eines Kaufmanns listet. Diese sind nach Art und Menge ihres zeitspezifischen Wertes deklariert, wie es im § 240 HGB vorgesehen ist. Zudem dient sie als Ausgangspunkt zur Bilanzerstellung

Der Unterschied zwischen Inventar und Bilanz

Das Inventar enthält die Einzelwerte eines Unternehmens, also Maschine 1, Lagerhalle 1 etc. Wohingegen die Bilanz diese Einzelwerte bündelt und in unterschiedlichen Posten als wertmäßige Angaben zusammenfasst. Ein weiterer Unterschied besteht in der Darstellungsform. Das Inventar ist als Tabelle bzw. Liste gestaltet. Die Bilanz hingegen wird als Kotenform mit Passiva und Aktiva dargestellt. Des Weiteren ist ein Inventar bei der Unternehmensgründung und dem Ende eines Geschäftsjahres aufzustellen, so wie es im§ 240 Abs. 1 und 2 HGB gefordert ist, und für 10 Jahre aufzubewahren.

Der Unterschied zwischen Inventur und Inventar

Die Inventur ist der Prozess der Bestandsaufnahme, z.B. durch Zähl-, Wieg- oder Messmethoden. Das Ergebnis dieses Prozesses ist dann das Inventar, welches als Liste dargestellt ist.

Beispiel für ein Inventar

Ein Unternehmen verfügt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 über folgendes Inventar:

  • • 1 Gebäude – 200.000€
  • • 3 PKW zu je 10.000€
  • • 1 Maschine – 50.000€

Das entspricht einem Gesamtvermögen von 280.000€.

Weiterhin besitzt das Unternehmen ein Bankdarlehen über 180.000€, was die Gesamtschuldenhöhe ausmacht. Das Reinvermögen ergibt sich aus der Subtraktion dieser Werte, was letztendlich ein Eigenkapital von 100.000€ ergibt.

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