Irmgard Keun – Biografie & Inhaltsangaben

Die deutsche Schriftstellerin Irmgard Keun. © dpa - Bildarchiv
Die deutsche Schriftstellerin Irmgard Keun. © dpa – Bildarchiv

Die deutsche Schriftstellerin Imgard Keun wurde 1905 am 6. Februar geboren und war Protagonistin der Neuen Sachlichkeit. Ihr Vater war ein wohlhabender Kaufmann. Ihre Mutter, Elsa Charlotte heiratete Ferdinand Keun, ihren Vater. Später bekam sie noch einen kleinen Bruder, der Gerd hieß. Nach Köln zog es die Familie dann im Jahr 1913. Auch sie zog es in eine Handelsschule. Anschließend begann sie in Köln eine Schauspielerausbildung, die zwei Jahre andauerte. Der Erfolg als Schauspielerin blieb ihr jedoch verwehrt.

Im Jahr 1929 änderte sich dann vieles und inspiriert von Alfred Döblin beendete sie ihre Tätigkeit als Schauspielerin und widmete sich dem schreiben. Nur 2 Jahre später konnte sie ihren ersten Roman „Gilgi – eine von uns“ herausbringen, welcher einen großen Erfolg verbuchen konnte. „Das kunstseidene Mädchen“ brachte dann den endgültigen Durchbruch und machte sie weltberühmt.
Auf den Index gesetzt wurden im Jahr 1934 dann ihre Schriften von den Nationalsozialisten.

Anschließend emigrierte sie nach Belgien, da sie von der Reichsschrifttumskammer nicht aufgenommen wurde. Im Exil lebte sie in USA, Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Unter falschen Namen konnte Imgard Keun mehrere Jahre in Deutschland leben. Dies verdankte sie einem Gerücht, dass sie sich selbst umgebracht haben soll. Fürs Kabarett konnte sie satirische Texte verfassen und auch im Hörfunk konnte sie eine Berufung finden. Eins blieb jedoch aus und das war der Erfolg, den sie durch schriftstellerische Arbeiten bislang erfahren hat.

1951 wurde Imgard Keun das erste Mal Mutter. So kam Martina zur Welt. Zunehmend musste sie hinnehmen, dass sie ein Alkoholproblem hatte, welches auch daran lag, dass sie eine Enttäuschung und Trauer über die Bundesrepublik empfand nach deren Entwicklung. Mehrere Jahre verbrachte sie in einer klinischen Anstalt für psychisch Kranke Menschen und das lag vor allen an ihren Problemen. Zudem kam hinzu, dass sie mittlerweile verarmt war. Ihre finanzielle Not endete jedoch in den 1970er Jahren, da sie wiederentdeckt wurde und ihre einst ruhmreichen Schriftstücke neu aufgelegt wurden und somit wieder Geld in die klammen Kassen spülte. Gestorben ist sie in Köln im Jahr 1982 und erhielt noch kurz vor ihren Tod den „Marieluise – Fleißer – Preis“. Sie war zwar nicht durchgehend eine bekannte Schriftstellerin, aber dennoch hat sie es zu viel gebracht.

Ihre Werke

  • 1931 »Gilgi – eine von uns« (Roman)
  • 1932 »Das kunstseidene Mädchen« (Roman)
  • 1936 »Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften« (Jugendbuch)
  • 1937 »Nach Mitternacht« (Roman)
  • 1938 »D-Zug dritter Klasse« (Roman)
  • 1938 »Kind aller Länder« (Roman)
  • 1947 »Bilder und Gedichte aus der Emigration«
  • 1949 »Nur noch Frauen…« (Erzählung)
  • 1950 »Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen« (Roman)
  • 1951 »Scherzartikel«
  • 1954 »Wenn wir alle gut wären« (Erzählungen)
  • 1962 »Blühende Neurosen«
  • 1988 »Ich lebe in einem wilden Wirbel. Briefe an Arnold Strauss 1933-1947«

 

Inhaltsangaben

  • Das kunstseidene Mädchen -„Das kunstseidene Mädchen“, ein Zeitroman, der von Irmgard Keun um 1932 verfasst wurde. Der Roman beschreibt die misslichen Umstände und vor allem, die daraus resultierenden sehnlichsten Wünsche der Bevölkerung im Zeitraum der Weltwirtschaftskrise. … weiter lesen

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