Isoquante in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist eine Isoquante?

Die Isoquante ist die Darstellung einer Zusammenstellung von Produktionsfaktoren (das sogenannte Input), die immer die gleiche Ausbringungsmasse (Output), welche vorher festgesetzt wurde, herstellen. Normalerweise stellt man ein Modell mit lediglich 2 Inputfaktoren her, welche man substituieren, d. h. gegeneinander austauschbar machen kann.

Faktor 1 der Produktion trägt man auf die x-Achse ein und Faktor 2 der Produktion auf die y-Achse. Die Insoquante bildet dann sozusagen die Kurve, die eine Verbindung zwischen den beiden Faktoren herstellt. Dies wird auch Faktorkombinationen genannt.

Damit man diese Kurve (Isoquante) abbilden kann, braucht man einmal die Produktionsfunktion und die Menge der Ausbringung.

Gemäß dem nachstehenden Beispiel wird dies auch noch einmal verdeutlicht.

Die Wiese in einem riesigen Sportstadion muss innerhalb eines Tages gemäht werden. Der Output sind somit 6.000 qm Fläche, die gemäht werden muss. Man hat hierfür folgende „Hilfsmittel“ zur Verfügung:

• Arbeitnehmer, die mit einer Sichel stündlich ca. 100 qm Wiese gemäht bekommen und dann pro Arbeitsstunde vergütet werden (der Produktionsfaktor ist hier somit die Arbeit) und

• ein spezieller Roboter, der die Wiese mäht und stündlich ca. 200 qm Wiese schafft. Für diesen Roboter muss man eine stündliche Mietgebühr aufwenden (der Produktionsfaktor ist hier das Kapital).

Der Output (6.000 qm Wiese) kann mit Hilfe von verschiedenen Zusammenstellungen der einzelnen Produktionsfaktoren hergestellt werden. Hierzu nachstehend im einzelnen Folgendes:

• 10 Arbeitnehmer mähen die Wiese je 6 Stunden (60 Std. x 100 qm/Std. = 6.000 qm)

• 8 Arbeitnehmer mähen pro Person 6 Stunden (48 Std. x 100 qm /Std. = 4.800 qm) und 1 Roboter mäht die Wiese 6 Stunden (6 Std. x 200 qm/Std. = 1.200 qm)

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oder

• 5 Roboter kürzen die Wiese je 6 Std. (30 Std. x 200 qm/Std. = 6.000 qm).

Die Darstellung der Isoquanten kann hinsichtlich unterschiedlicher Niveaus für das Output hergestellt und abgebildet werden (beispielsweise wie oben beschrieben für 6.000 qm, für 7.000 qm oder sogar für 11.000 qm). Wenn man dies so bildlich darstellt, dann handelt es sich um einen Isoquantenschar.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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