Ist Burning Series / bs.to legal oder illegal? Wir klären auf

Streamingseiten sind keine Neuheit: Schon lange vor Burning Series hatten es sich Seiten wie Kinox.to zur Aufgabe gemacht, ein umfassendes Archiv an Filmen und Serien kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen. Die Arbeit dieser Seiten ist natürlich illegal, sie verletzt das Urheberrecht in beinahe allen Staaten. Trotz umfassender Bemühungen gelingt es den Streamingseiten immer wieder, online zu bleiben oder nachdem sie geschlossen wurden in einer neuen Instanz wiederzukehren. Dabei bleibt eine Frage offen: Ist auch das Streamen der Serien illegal?

Burning Series: Aktuelle Serien sind besonders gefragt

Mittlerweile hat die Filmindustrie nachgezogen und bietet aktuelle Filme schon relativ zeitnah nach dem Erscheinen auch im Netz an, zum Beispiel auf Portalen wie Amazon Prime. An illegalen Streamingdiensten kommt die Industrie aber nur selten vorbei: Die Filesharer setzen sich häufig in Kinopremieren und filmen den Streifen ab, zum Teil mit gutem Equipment. Serien sind erst seit ein paar Jahren ein Filmprodukt, dass sich mit diesen Methoden nicht verteilen lässt, da sie nicht öffentlich aufgeführt werden. Seitdem US-amerikanische Produktionsstudios wie HBO hochqualitative Serien anbieten, ist der Kampf um die Folgen eröffnet. Produktionen wie „Game of Thrones“ sind unglaublich erfolgreich. Wer sie sehen will, braucht ein kostenpflichtiges Abo bei einem Streaminganbieter. Doch Plattformen wie Burning Series sind hier ausgesprochen schnell: Bereits wenige Stunden nach der Erstausstrahlung lassen sich aktuelle Folgen bekannter Serien dort problemlos abrufen. Hochgeladen werden sie auf mehreren Anbietern für Videostreaming. Zwar können sie dort auch gemeldet und gelöscht werden, die Uploader sind aber meist schneller und ziehen sofort wieder nach. Auch wenn damit die Inhalte streng genommen nicht direkt auf den Servern von Burning Series landen, ist selbst der Link zu einem der Streaminganbieter mit urheberrechtlich geschütztem Material eine Straftat. Burning Series könnte also dafür haftbar gemacht werden, dass das Material verbreitet wird. Rechtlich interessant wird es für den Nutzer spätestens, wenn er auf einem der Streamingportale den Play-Button drückt.

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Der Dienst TV Spielfilm, ein junges Unternehmen, bietet TV Streaming von über 70 TV Sendern. Mit dabei auch RTL. Außerdem Pro7, ARD, ZDF, VOX, RTL2, Kabel1, DMAX und und und.

Nutzung von Streamingportalen ist technische Grauzone

Ein Stream funktioniert anders, als es augenscheinlich wirkt: Die Inhalte laufen nicht nur im Browser ab, sondern müssen auf dem Endgerät zwischengespeichert werden. Streng genommen ist ein Stream also nur der Download einer Filmdatei, die während des Ladens bereits abgespielt werden kann. Hierbei wird es interessant: Das Anschauen eines Films ist streng genommen nicht illegal, das Kopieren von urheberrechtlich geschütztem Material ist aber nach § 16 des Urheberrechtsgesetzes allein dem Urheber vorbehalten. Das Streamen eines Films legt notwendigerweise eine Kopie auf dem Endgerät an, damit wäre dieser Straftatbestand erfüllt. Unter bestimmten Umständen ist jedoch das Anlegen einer Kopie erlaubt, nämlich wenn dies zu privaten, nicht-kommerziellen Zwecken erfolgt (§ 53 UrhG) und/oder wenn es sich um eine „vorübergehende Vervielfältigungshandlung“ handelt, die „flüchtig oder begleitend“ ist (§ 44 UrhG). In bisherigen Gerichtsverhandlungen zu Streamingdiensten argumentierten die Anwälte meist in diese Richtung, womit keine Strafe verhängt wurde. Zu Abmahnungen aufgrund der im Zwischenspeicher angelegten Kopie des Filmmaterials kann es dennoch jederzeit kommen. Rechtsauslegungen können sich mit der Zeit ändern. Vor allem bei neueren Technologien ist das Gesetz häufig sehr träge und zieht nur langsam nach. Manchmal reicht aber ein Präzedenzfall, um künftige Urteile entscheidend zu beeinflussen. Schon jetzt haben sich viele Juristen auf Urheberrechtsverletzungen spezialisiert. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Rechtsprechung zum kostenlosem Streaming im Internet ändert.

Warum ist Burning Series dann überhaupt noch online?

Um sich vor der Justiz zu drücken, speichern die Betreiber von Seiten wie Burning Series ihre Daten häufig auf Servern in Ländern, in denen die diesbezügliche Rechtsprechung anders funktioniert oder nicht vorhanden ist. Gut erkennt man das zum Beispiel an der Endung „.to“, die anzeigt, dass die Domain in Tonga angemeldet wurde. Eine .to-Domain verpflichtet nicht zum Wohnsitz in Tonga und lässt eine anonyme Anmeldung zu. Das macht es den Strafverfolgungsbehörden schwer. Videportale wie Streamcloud verdienen zudem mit dem Steaming gutes Geld durch Werbeeinnahmen, weswegen auch sie nur ein geringes Interesse daran haben, die Videos zu löschen. Dennoch sind auch sie nicht vor der Schließung geschützt: Der Anbieter Streamcloud (ebenfalls mit .to-Domain) ist beispielsweise schon seit einiger Zeit offline.

Welche legalen Alternativen gibt es zu Burning Series?

Wer eine spannende Serie sieht, will die nächste Folge nur ungern verpassen. Auch wenn Streaminganbieter wie Burning Series alles daran legen, ihr Archiv so aktuell wie möglich zu halten, ist ein perfekter Abgleich nicht immer garantiert. Wer sich ein Streaming-Abo, beispielsweise bei

  • Netflix,
  • Maxdome oder
  • Sky,

zulegt, sieht seine Lieblingsserien für einen monatlichen Betrag garantiert legal, immer aktuell in der Minute, in der sie veröffentlicht werden – zudem noch in bester Qualität, mit stabiler Streamgeschwindigkeit und immer (falls gewünscht) mit der passenden Synchronisation. Zudem entgeht der Nutzer mit einem legalen Streaming-Abo auch der rechtlichen Grauzone des kostenfreien Internetstreamings und kann guten Gewissens das Angebot genießen. Apropos Gewissen: Ein Aspekt wird bei der Diskussion um die Legalität von Streamingangeboten gern vergessen: die Vergütung für die Produzenten. Insbesondere aufwändige Serien wie beispielsweise Game of Thrones können ohne üppiges Budget natürlich nicht fortgesetzt werden. Ob eine Serie wirtschaftlich erfolgreich ist, entscheidet darüber, ob sie weiter produziert wird. Mit dem kostenlosen Stream im Internet gefährdet der Serienfreund also nicht nur seine Lieblingsserie, sondern bringt auch Schauspieler, Regisseure und weitere Beteiligte um ihr verdientes Geld.

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