Was ist eine Alliteration? – Beispiele, Wirkung & Erklärung

Alliteration Definition

Der Begriff Alliteration stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Wörtern „ad“ (zu) und „littera“ (Buchstabe) zusammen. Bei Alliterationen werden in einem Satz zwei oder mehrere Wörter mit gleichen Anfangsbuchstaben verwendet. Eingesetzt werden Alliterationen häufig in Medien oder Werbung, da sie hierfür ein sehr geeignetes Sprachmittel abgeben.


Es gibt einige Beispiele für Alliterationen, wie beispielsweise „durch dich und dünn“ oder auch Zungenbrecher wie „Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut“. Zudem gibt es noch ein paar Sonderformeln, wie z.b. die Zwillingsformel. Beispiele hierfür wären „Mann und Maus“ oder auch „Kind und Kegel“. Ebenfalls eine Sonderform ist die Verwendung einer Alliteration innerhalb eines Wortes, z.b. „zickzack“ oder „Bimmelbahn“.

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es mehrere Buchstaben, die gleich lauten, wie etwa F und V oder I und Y. Dadurch ergeben sich neue weitere Möglichkeiten Alliterationen zu bilden. Das Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ ist ein sehr gutes Beispiel hierfür.

Die Bedeutung der Alliteration in der Literatur

Alliterationen kommen in der Literatur sehr vielfältig zum Einsatz. Oftmals erfinden Autoren komplett neue Alliterationen, die dem Leser in seinem gewöhnlichen Sprachgebrauch nicht bekannt sind. Dadurch erregt der Autor die Aufmerksamkeit des Lesers und schafft zugleich Neugier.

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In der Prosa oder bei Gedichten erhöhen Alliterationen die Einprägsamkeit. Gleichzeitig lassen sie den Leser innehalten und machen ihn aufmerksam. Je nach Verwendung können Alliterationen auch Ironie oder Dramatik aufweisen.
Eine weitere Form von Alliterationen ist der Stabreim. Hier werden die Anlaute in den Versen eines Gedichtes nach bestimmten Regeln eingesetzt und auch wiederholt.

Eine besondere Bedeutung in der Literatur hat das sog. Tautogramm. Ein Tautogramm stellt einen Text dar, bei dem sämtliche Wörter mit demselben Anlaut beginnen. Während es im Mittelalter hauptsächlich in Gedichtform verwendet wurde, so wurden sie später auch für Prosatexte genutzt und werden heute sogar als Stilmittel für Werbung verwendet.

Verwendung der Alliteration in Werbung und Medien

Da Alliterationen Aufmerksamkeit erregen und leicht einprägsam sind, werden sie zu einer immer beliebteren Stilfigur in der Werbung und den Medien. So dürfte vermutlich jeder den Werbeslogan von Saturn „geiz ist geil“ oder auch „Lecker liefern lassen“ von Lieferheld kennen. Ebenfalls sehr bekannt ist der Slogan „Women at work“ von Hornbach oder auch „Spiel, Spaß, Spannung, Schokolade“ von Kinder Überraschung. Aber dies sind nur ein paar Beispiele von unzähligen Firmen, die Alliterationen in ihrer Werbung nutzen, um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden für sich zu gewinnen.

Es gibt auch ein Beispiel für ein Tautogramm aus einer Werbung in den Fünfziger Jahren, an den sich noch heute sehr viele Menschen erinnern können: „Milch macht müde Männer munter“. Die Einprägsamkeit, die bis heute anhält verdankt das Produkt vor allem der Verwendung einer Alliteration als Sprachmittel.

Aber nicht nur in der Werbung, sondern auch bei Presse, Rundfunk oder Fernsehen werden Alliterationen immer häufiger verwendet. Besonders gut eignen sich Alliterationen als Stilmittel für die Boulevardpresse. Eine Schlagzeile, deren Wörter fast ausschließlich mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen, sorgt nicht nur für Aufmerksamkeit beim Lesen, sondern fällt auch sofort optisch ins Auge. Alliterationen werden außerdem dafür eingesetzt den Leser zum Kaufen einer Zeitschrift oder Zeitung zu verleiten.

Beispiel-Alliterationen aus der Werbung:

  • Geiz ist geil – Saturn
  • Kleidung clever kaufen bei Kik! – KiK
  • Lecker liefern lassen – Lieferheld
  • Leistung aus Leidenschaft – Deutsche Bank
  • Milch macht müde Männer munter. – Westdeutsche Milchwirtschaft
  • Spiel, Spaß, Spannung, Schokolade. – Kinder Überraschung
  • Women at work. – Hornbach

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