Jahresabschlussprüfung leicht erklärt + Beispiel

Durch eine Prüfung soll die formale und sachliche Korrektheit der Angaben einer Kapitalgesellschaft im Jahresabschluss und im Lagebericht durch einen Abschlussprüfer sichergestellt werden.

Kleinstkapitalgesellschaft oder kleine Kapitalgesellschaften sind von der gesetzlichen Pflicht, eine Prüfung durchzuführen, befreit, können sie sich jedoch freiwillig mittels ihrer Satzung oder ihres Gesellschaftsvertrages auferlegen. Konzerabschlüsse und -lageberichte müssen unter allen Umständen geprüft werden; die Größe des Konzerns ist hierbei irrelevant. Einzelunternehmen und Personengesellschaften hingegen sind nur dann prüfungspflichtig, wenn sie eine bestimmte im Publizitätsgesetz festgelegte Größe überschreiten: Die Bilanzsumme darf 65 Millionen Euro nicht übersteigen, die Umsatzerlösen nicht 130 Millionen Euro. Zudem darf das Unternehmen durchschnittlich nicht mehr als 5.000 Angestellte in einem Geschäftsjahr haben. Sollte der Fall eintreten, dass ein Einzelunternehmen oder eine Personengesellschaft zwei dieser drei Kriterien überschreitet, so ist es oder sie prüfungspflichtig.

Die Prüfung hat durch Wirtschaftsprüfer vorgenommen zu werden, kann aber bei mittelgroßen GmbH und Personenhandelsgesellschaften auch durch vereidigte Buchprüfer erfolgen. Diese Prüfer können dem Unternehmen, sollten die Angaben des Lageberichtes und Jahresabschlusses fehlerfrei sein, einen Bestätigungsvermerk geben. Bei kleineren Fehlern kann das Unternehmen jedoch auch einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Sollten größere Fehler vom Abschlussprüfer entdeckt werden, so erhält das betroffene Unternehmen folgerichtig keinen Bestätigungsvermerk.

Alternative Begriffe

Abschlussprüfung, Jahresabschlussprüfung

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