Jakob Michael Reinhold Lenz – Biografie & Inhaltsangaben

Der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792)
Der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792)

Am 12. Januar 1751 in Seßwegen erblickte Jakob Michael Reinhold Lenz, als Sohn eines pietistischen Pfarrers, das Licht der Welt. Der Ort ist in Lettland und liegt östlich von der Hauptstadt Riga. Die Familie zog nach der Geburt nach Dorpat. In dieser Stadt ging Lenz später zur Schule. Als Schüler probierte sich Lenz immer wieder mit der Dichterei. Direkt nach seiner Schulzeit besuchte Lenz die Universität in Dorpat um dort Theologie zu studieren. Das Theologiestudium verlegte Lenz 1768 nach Königsberg. In dieser Studienzeit bis 1771 besuchte Lenz die Vorlesungen von Immanuel Kant mit der Thematik Logik und Metaphysik. In seiner Studiumzeit legte Lenz erste lyrische Werke nieder. Er setzte sich mit der modernen europäischen Literatur auseinander und sein erstes Gedicht „Die Landplagen“ entstand.

Lenz begenete in Königsberg Johann Georg Haman und pflegte mit ihm einen Briefwechsel. Das Zusammentreffen ließ Lenz Einblicke in die Werke von William Shakespeare gewähren, die sich in Lenz seinen späteren Werken prägten.

Lenz schloss sich, als Hofmeister 1771 den beiden Baronen von Kleist nach Straßburg an. In Straßburg traf Lenz Johann Wolfgang von Goethe, der selbst noch Student war. Goethe hinterließ einen bedeutenden Eindruck auf Lenz. Die Unterstützung von Goethe verschaffte Lenz eine Leitfigur des Sturm und Drangs. Lenz seine Werke waren unter enormen Einfluss von Shakespeare. Die Zeit, die Lenz in Straßburg verbrachte, war zugleich seine Epoche des Schaffens. Werke, wie „Der neue Mendoza“ (1776), „Zerbin oder die neuere Philosophie“ (1776) oder „Moralische Bekehrungen“ (1775) entstanden.

Sraßburg war auch der Ort, wo Lenz sich als freier schriftsteller zugange machte. Als Goethe zwei Jahre später nach Weimar ging, schloss sich Lenz ihm an. Schon kurz darauf beging Lenz regelwidriges Verhalten und wurde durch den Einfluss Goethes aus Weimar verbannt. Lenz verstand die Literatur als die Form einer realen Darstellung der Gesellschaft. In Bezug darauf entstand sein Werk „Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung“. Zur gleichen Zeit wurde die Brüchigkeit der Gesellschaft für Lenz deutlich. Im Werk „Die Soldaten“ (1776) mahnt Lenz auf mögliche Gefahren ungehemmter Liebe zwischen Menschen.

Ende 1777 erlitt Lenz seinen erste psychischen Anfall mit den Anzeichen von geistiger Verwirrtheit. Lenz wurde zu einem Pfarrer namens Johann Friedrich Oberlin , in der Nähe von Steintal, geschickt. Dort verblieb Lenz ungefähr drei Wochen. Mehrere Suizidversuche missglückten Lenz. Er wurde nach Basel verlegt und ärztlich behandelt. Jedoch erzielte die Behandlung nur eine vorübergehende Heilung.

Lenz war stets nach Unabhängigkeit vom Kulturvorbild Frankreichs bemüht. In seinen literarischen Werken strebte Lenz immer auf die praktische Wirkung. Denn in ihr sah Lenz die wesentliche Bedeutung auf gesellschaftliche Ungereimtheiten.

1778 schritt die Geisteskrankheit von zunehmend voran. Lenz wandte sich an Pfarrer Oberlin, der ihn in Steintal betreute.
Der Krankheitsverlauf von Lenz wurde von Pfarrer Oberlin gewissenhaft notiert.

1779 holte ein Bruder Lenz nach Riga. 1781 ging Lenz nach Moskau und verdiente sich mit literarischen Arbeiten etwas Geld.

Am 4. Juni 1792 wurde Jakob Michael Reinhold Lenz tot auf einer Straße in Moskau gefunden. Lediglich einen Nachruf schaltete eine Jenaische Zeitung. Nicht viele fanden Trauer vom Tod Lenz.

Werke

1774 »Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung« (Drama)
1774 »Der neue Menoza oder Geschichte des cumbanischen Prinzen Tandi« (Drama)
1776 »Die Soldaten« (Drama)
1776 »Die Freunde machen den Philosophen« (Drama)
1776 »Die beiden Alten«
1977 »Der Engländer – Eine dramatische Phantasey«
1782 »Die Sizilianische Vesper«
1782 »Myrsa Polagi oder Die Irrgärten« (Drama)

Inhaltsangaben

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere