Juristische Person in BWL leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter einer juristischen Person?

Eine sogenannte juristische Person (wie beispielsweise eine KapGes wie die GmbH) hat sowohl Ansprüche als auch Verpflichtungen. Sie ist nämlich rechtsfähig und handelt durch ihre gesetzlichen Bevollmächtigten. Dies ist eine sogenannte organschaftliche Vertretung, beispielsweise wie bei der GmbH durch ihre Geschäftsführer bzw. bei der Aktiengesellschaft durch ihre Firmenvorstände).

Genau genommen heißt das, dass die GmbH beispielsweise Besitz kaufen kann, vor Gericht klagen bzw. durch Geschäftspartner verklagt werden kann (siehe hierzu auch § 13 Absatz 1 GmbHG sowie etwaige Arbeitsverträge abschließen kann (die Geschäftsführer unterschreiben den Vertrag, wodurch die GmbH die Verpflichtung übernimmt, Gehaltszahlungen zu leisten). Eine kürzere Definition findet hierfür § 1 Absatz 1 AktG und bezeichnet die AG als eine Gesellschaft, welche über eine eigene Rechtspersönlichkeit verfügt, und somit als juristische Person angesehen werden kann.

Die juristische Person hat Kapital (welches man von der Aktivseite der Bilanzaufstellung entnehmen kann) sowie Schulden (befinden sich auf der Passivseite der Bilanzaufstellung). Die Gesellschaft ist sozusagen der Kaufmann – und nicht ihre Gesellschafter.

Also juristische Personen werden beispielsweise gesehen:

– Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

– Aktiengesellschaft (AG)

Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

– Eingetragene Vereine (e.V.)

– Eingetragene Genossenschaften (eG) sowie

– –Stiftungen.

Eine sogenannte juristische Person kann im Prinzip über mehrere Jahrhunderte für ein Unternehmen tätig sein, da diese ja keine vorgeschriebene Lebensdauer hat.

Gesetzliche Regelungen hinsichtlich juristischer Personen werden in den §§ 21 bis 89 BGB schriftlich festgehalten.

Das Gegenteil von einer juristischen Person ist eine natürliche Person: ein Mensch.

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