Just-In-Time Konzept in BWL leicht erklärt + Beispiel

Just-In-Time Definition

Unter Just-In-Time (auch JIT) wird ein logistisches Konzept verstanden, bei dem die benötigten Materialen, Teile oder auch Produkte erst unmittelbar vor deren Verwendung angeliefert werden.

Beispiel

In der Möbelindustrie erfolgt die Lieferung des benötigten Holzes sobald es im Herstellungsprozess benötigt wird. Das Gleiche gilt für Schrauben und Lacke, die erst angeliefert werden, wenn sie montiert bzw. aufgetragen werden. Oftmals wird der Fertigungsprozess dadurch erleichtert, dass der Zulieferer die benötigten Materialien gleich ans Fließband liefert.

Voraussetzung der Just-In-Time Produktionsweise ist eine perfekte Abstimmung mit den Lieferanten. Schließlich müssen diese genau über die Fertigung informiert sein und wissen, zu welchem Zeitpunkt sie ihre Materialien liefern müssen. Das bedeutet auch, dass sie ihren eigenen Fertigungsprozess und ihre Lagerhaltung analog zu planen haben.

Just-In-Time wird nicht nur in der Industrie, sondern beispielsweise auch von Online-Shops angewandt. Dieser bestellt sein Produkt bei seinem Lieferanten erst dann, wenn dieses von einem Endkunden gekauft wurde (möglicherweise übernimmt der Lieferant auch die Kundenzustellung). Auf diese Weise wie die Existenz von Beständen an alten, schwer verkäuflichen Produkten verhindert.

Alternative Begriffe: fertigungssynchrone Beschaffung, produktionssynchrone Beschaffung.

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