Kanban in BWL leicht erklärt + Beispiel

Kanban Definition

Mit dem Begriff Kanban wird eine dezentrale und sich selbstregulierende Steuerung der Produktion bezeichnet. Das Verfahren wird häufig auch Supermarktprinzip genannt, da es ähnlich funktioniert, wie ein Supermarktbesuch. Schließlich werden Regale in Supermärkten von den Mitarbeiter wieder befüllt wenn diese ganz leer, fast ganz leer oder nur noch halb voll sind.

Das Kanban-System baut auf dem Hol-Prinzip (auch Pull-Prinzip) auf, was bedeutet, dass sich eine Fertigungsstelle die benötigten Teile selbst von einer anderen Fertigungsstelle holen muss. Um einen Stillstand in der Produktion zu vermeiden, werden dabei häufig Pufferlager angelegt. Die Größe dieser Pufferlager hängt von der Zeit ab, die die vorhergehende Fertigungsstelle für die Produktion des Teils benötigt. Werden beispielsweise 3 Teile aus dem Pufferlager entnommen, wird die vorhergehende Fertigungsstelle anhand einer Kanban-Karte über die Entnahme informiert und kann das Lager wieder auffüllen.

Beim sogenannten Lieferanten-Kanban werden neben den internen Fertigungsstellen auch externe Lieferanten miteinbezogen.

Alternative Begriffe: Kanban-Methode, Kanban-Prinzip, Kanban-System.

Beispiel

Die Mitarbeiterin einer Konditorei hat soeben die letzte Schokoladetorte aus der Vitrine verkauft. Sie entnimmt nun die letzte sich im Kühlschrank befindliche Schokoladetorte und übergibt der Küche die entsprechende Kanban-Karte um die Mitarbeiter zu informieren, dass sie als nächstes eine Schokoladetorte backen müssen (um das Pufferlager wieder aufzufüllen).

Der Vorteil an dem Kanban-System ist, dass sich die Produktion der Torten an der jeweiligen Nachfrage orientiert.

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