Kapitalwertmethode in BWL leicht erklärt + Beispiele

Eine Kapitalwertmethode errechnet eine Investition von einem Kapitalwert: bei dem der Kalkulationszinsfuß also ein abgezinster Betrag von allen verbundenen Einzahlungen, sowie den Auszahlungen abgezogen wird.

Ist ein ermittelter Kapitalwert:
- positiv größer als 0, so ist die Investition sehr vorteilhaft
- ist der Wert gleich 0, dann erzielt so eine Investition mindestens eine Mindestrendite
- ist der Wert aber negativ also kleiner als 0, so ist so eine Investition nicht gerade vorteilhaft und sollte daher auch nicht getätigt werden.

Bei einer Investition kann es sich um X beliebige Produkte handeln, aber auch um ganze Investitionen in einer Firma: diese lassen sich nun alle durch Einzahlungen, sowie Auszahlungen abbilden.

Eine Kapitalwertmethode arbeitet bei ihrer Berechnung mit einem Kalkulationszinssatz, welche die aller beste Alternativinvestition ist.
Die Barwertmethode und die Kapitalwertberechnung sind einige andere Bezeichnungen.

Die Abbildung von einer Investition

Eine Darstellung von einer Investition erfolgt mithilfe einer Angabe von allen Investitionen verbundenen, sowie geplanten Einzahlungen und Auszahlungen in ihren Perioden.

Die Zahlungen

Eine Kapitalwertmethode rechnet somit mit Einzahlungen, sowie Auszahlungen Erträgen, sowie die Aufwendungen von einer Buchführung.

So ist Beispielsweise ein Kaufpreis für einen Sachwert in einer Höhe von rund 100.000 € eine Auszahlung, aber auf keinen Fall ein Aufwand. Dafür sind Abschreibungen auf dem Sachwert, diese führen jedoch nicht zu einer Auszahlung.

Der Kapitalwert

Ein Entscheidungskriterium für eine Vorteilhaftigkeit von einer Investition ist ein Kapitalwert. Dieser Kapitalwert errechnet sich nun wie folgt:

Man ermittelt einen Barwert von einer Zahlungsreihe als eine gesamte Summe:
- aller Bezugszeitpunkte
- alle nach einem Bezugszeitpunkt anfallenden, sowie auf dem Bezugszeitpunkt abgezinsten Zahlungen.

Das Entscheidungskriterium

Eine bestimmte Investition ist dann vorteilhaft, wenn ein Kapitalwert auch wirklich positiv ist. Bei so einem negativen Kapitalwert sollte eine erfolgende Investition unterbleiben.

Die Kapitalwertmethode, ein Beispiel

Eine Anwendung von einer Kapitalwertmethode soll nun an einer sehr einfachen Rechnung erläutert werden.

Das Beispiel

Zu einem Zeitpunkt X erwirbt eine Person, eine Immobilie zu einem Preis von rund 100.000 € von einem Immobilienentwickler als eine kurzfristige Investition.
Diese Person rechnet nun, wegen steigenden Preisen auf dem Immobilienmarkt mit einem später möglichen Verkauf von seiner Immobilie, 2 Jahre nach dem Kauf, zu einem Preis von rund 110.000 €.
Der Kalkulationszinssatz beträgt 5 Prozent.

Hinweis für einen Kalkulationszinssatz

Da diese Immobilie gegenüber der Bankanlage riskanter ist, steigen deswegen die Immobilienpreise wirklich so, wie die Person erwartet hat? Kann er überhaupt einen Käufer finden? Wird er später eine zusätzliche Prämie veranschlagen können, so dass der Kalkulationszinssatz über einem sicheren Bankzinssatz liegt und dieser mindestens 7 Prozent hat.

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So eine Fragestellung ist für den Immobilienkauf vorteilhaft?

Für eine Beurteilung dieser Frage wird eine Kapitalwertmethode angewendet.
Ein Kapitalwert ergibt sich, indem er von seiner Summe den diskontierten Barwert also die Investitionsauszahlungen abgezogen wird.

Ein Barwert einer Zahlungsreihe hierbei liegt eine einzige Einzahlung nach 2 Jahren in einer Höhe von rund 110.000 € vor. Also beträgt es: 110.000 € / 1.052 das sind also = 99.773 €.

Zieht man nun hiervon die Investitionsauszahlungen in einer Höhe von 100.000 € ab, ergebt sich ein negativer Betrag vom Kapitalwert in einer Höhe von -227 €.

Eine Investition in diese Immobilie ist also nicht vorteilhaft, da sein Kapitalwert negativ ausfällt. Ein negativer Kapitalwert bedeutet also, dass so eine Investition, die durch einen Kalkulationszinsfuß abgebildete wird, eine Mindestverzinsung in einer Höhe von rund 5 Prozent nicht erreicht.

Man weiß also nun, dass diese Verzinsung unterhalb der 5 Prozent liegen muss, wenn man eine genaue Verzinsung in Prozent haben möchte, wendet man eine interne Zinsfußmethode an.

Die Kontrollrechnung

Würde nun diese Person ihre 100.000 € verzinsen mit 5 Prozent und bei einer Bank anlegen, ergäbe sich nun nach 2 Jahren inklusive dem Zinseszins ein Betrag in einer Höhe von rund 110.250 € (also 100.000 € × 1,052). Dies ist mehr, als die 110.000 € von dem Verkaufserlös der Immobilie des Beispiels.
Das bedeutet, eine andere Anlage zu je 5 Prozent führt zu einem höheren Ergebnis als eine Investition in der Immobilie.

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