KGaA in BWL leicht erklärt + Beispiel

Was kann man unter einer KGaA verstehen?

Die Vorschriften hinsichtlich einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (kurz: KGaA) werden schriftlich in den §§ 278 bis 290 AktG festgehalten. Im Gegensatz zu einer AG sind bei einer KGaA 2 unterschiedlichen Formen von Gesellschaftern vorhanden:

– Persönlich haftende Gesellschafter (auch Komplementäre genannt; mindestens einer wird benötigt; juristische sowie natürliche Personen. Diese müssen im Handelsregister angegeben werden. Siehe hierzu bitte auch § 282 AktG) sowie

– sogenannte Kommanditaktionäre, welche nicht persönlich sowie ohne Beschränkungen für Verpflichtungen der Firma, sondern nur mit dem Aktienkapital haften.

Die KGaA ist neben der Aktiengesellschaft die einzige Rechtsform, welche als börsenfähig gilt. Die KGaA gilt als sogenannter Kaufmann kraft Rechtsform, ein sogenannter Formkaufmann (siehe hierzu bitte auch § 278 Absatz 3 in Verbindung mit § 3 Absatz 1 AktG und § 6 Absatz 2 HGB). Grundsätzlich sind hinsichtlich der KGaA aber die Gesetze, wie sie es auch für AG sind, gültig. (siehe hierzu bitte auch § 278 Absatz 3 AktG).

Möglicher weiterer Name: KG auf Aktien.

Geschäftsleitung und Vertretung der KGaA

Bei der KGaA wird die Vertretung von dem Komplementär bzw. die Komplementäre vorgenommen (In § 278 Absatz 2 AktG kann man Verweisungen auf die für KG geltenden Vorschriften des HGB finden). Sollte der Gesellschaftsvertrag hierzu keine gesonderten Regelungen treffen, ist es so, dass jeder Komplementär über eine Einzelvertretungsberechtigung verfügt.

Die persönlich haftenden Gesellschafter sind auch für die Geschäftsführung zuständig.

Mindestkapital der KGaA

Der Mindestnennbetrag des Gesellschaftskapitals beträgt wie bei einer AG auch 50.000,00 € (siehe bitte auch § 278 Absatz 3 in Verbindung mit § 7 AktG).

Unternehmen der KGaA

Die Firma, also der Name des Kaufmanns (hier von der KGaA), unter der er seine Tätigkeiten entfaltet, muss über den Zusatz „Kommanditgesellschaft auf Aktien“ bzw. einer überall verständlichen Kurzform hinsichtlich dieser Bezeichnung (wie beispielsweise KGaA) verfügen (siehe bitte auch § 17 Absatz 1 HGB sowie § 279 AktG).

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Beispiel für das Unternehmen einer KGaA

Nachfolgend ist ein Beispiel für eine KGaA aufgeführt:

– Schröder KGaA

– Wohnmobil Scholz Kommanditgesellschaft auf Aktien

Über welche Vorteile sowie Nachteile verfügt eine KGaA?

Die KGaA verfügt zunächst einmal über die Vorteile einer ‚Aktiengesellschaft: Sie ist börsenfähig, so dass sie auch Kapital von einer Vielzahl von Investoren aufnehmen kann.

Des Weiteren kommt es bei dem Komplementär nicht auf seine Beteiligung an. Er kann auch so für die Gesellschaft in Vertretung tätig sein.

Nachteilig ist allerdings, dass die KGaA genau wie die AG den „strengen“ Gesetzen des AktG unterliegt, die beispielsweise über die Gesetze über die für KG gültigen Gesetze des HGB auch noch weit hinausgehen.

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